A-Jugend des TuS Volmetal verliert Spitzenspiel noch großem Kampf
Spielbericht aus Ahlen-Hamm
U19 gewinnt Herzschlagfinale
TuS Volmetal – HSG U19 31:34 (17:13). Mit diesem Sieg hatte zwei Minuten vor Schluss niemand mehr gerechnet. 31:31 stand es. Die Aufholjagd nach dem Pausenrückstand schien nicht zu reichen. Trainer Jörg Rode stellte seine Abwehr als letzte taktische Alternative noch offensiver ein und plötzlich bekam der Gastgeber das ganz große Flattern. Die HSG erkämpfte sich nach fantastischen Paraden von U17-Torhüter Maurice Behrens Ball um Ball und nutzte gleichzeitig mit blitzschnellen Abschlüssen die Chancen zur 33:31-Führung. Ein Tor fehlte noch. Volmetal vertändelte dann noch einmal den Ball.
Pauls Gewaltwurf entscheidet
Sebastian Paul fing diesen Ball ab und traf mit einem Gewaltwurf aus 18 Metern zwei Sekunden vor dem Abpfiff zum viel umjubelten 34:31-Siegtreffer. Mit diesem Siegtreffer wurde die 22:25 Hinspielniederlage egalisiert, steht aber im direkten Vergleich wegen der auswärts mehr erzielten Treffer vor dem TuS Volmetal nun auf der Spitzenposition.
„Jetzt haben wir es in der Hand, am letzten Spieltag gegen Bommern die Meisterschaft klar zu machen“, freute sich Jörg Rode nach der spannungsgeladenen Partie über den Sieg und die mögliche Bezirksmeisterschaft.
Schlechteste erste Halbzeit
Ehe es aber so weit war, gingen die HSG Fans durch ein Wechselbad der Gefühle. „Die erste Hälfte war die schlechteste der ganzen Saison“, brachte es der Erfolgstrainer auf den Punkt. Es wurde kein Rhythmus gegen die offensive Volmetaler Deckung gefunden und die HSG-Akteure offenbarten eine Vielzahl an Mängeln. Technische Nachlässigkeiten und fehlende Aggressivität ärgerten den Coach mächtig. Im zweiten Durchgang wurden die beiden besten Volmetaler kurz gedeckt. Zwischenzeitlich hatte man auf 20:21 verkürzt, machte aber wieder viele Fehler, so dass man wieder mit 23:27 fast aussichtslos im Hintertreffen lag. „Dann griff plötzlich die 4:2-Deckung und Volmetal wurde zusehends nervöser“, freute sich Jörg Rode über den erkämpften 27:27-Ausgleich, der sich bis zum 31:31 nicht merklich verbesserte. Der Rest des dramatischen Spiels ist bekannt.
50 Minuten Anlauf zum Sieg
„Auch wenn der Sieg etwas glücklich war, haben wir mit 50 Minuten Anlauf am Ende alles gegeben, um diesen schier unmöglichen Erfolg noch zu schaffen“, war Jörg Rode auch einen Tag nach dem Spiel noch überglücklich und stolz auf seine Mannschaft.




