Spielbericht aus Gladbeck
TuS Volmetal : VfL Gladbeck 25:32 (13:18)
Gladbeck. <//span>Ein paar Minuten nach dem Spiel des VfL in Volmetal meldete sich Holger Krimphoves Handy. Eine SMS aus Hamm, ihren Inhalt nahm der Trainer der Gladbecker fast beiläufig zur Kenntnis. Spitzenreiter HSE hatte Mennighüffen bezwungen. Damit stand fest: Die Rot-Weißen spielen auch in der nächsten Saison in der Handball-Oberliga. Ein VfL-Spieler, Marcel Giesbert, stieg am Samstagabend gewissermaßen doch noch auf. Denn der OSC Rheinhausen, der neue Klub des Rechtsaußen, stieß am letzten Spieltag der Regionalliga West den TuS Wermelskirchen noch vom Thron. Die Duisburger profitierten dabei von der überraschenden Heimniederlage des bisherigen Tabellenführers gegen die SG Schalksmühle. In der nächsten Saison wird „Giesi“ also für einen Zweitligisten auflaufen.„Das war ein gelungener Abschluss“, befand Holger Krimphove nach der Partie in Volmetal. Nach 22 Spielminuten wäre das Urteil des Gladbecker Übungsleiters bestimmt noch ganz anders ausgefallen. Kurz zuvor hatte sich auf dem Parkett VfL-Kapitän Sven Deffte zu Wort gemeldet, weil das Team viel zu fahrig auftrat. Krimphove sah’s genauso und nahm, nachdem Volmetal der Anschlusstreffer zum 10:11 geglückt war, eine Auszeit. Und wurde laut, richtig laut.„Wir kamen nicht ins Spiel“, sagte der Coach später, „die Spannung hat gefehlt.“ Krimphoves unüberhörbarer Rüffel zeigte sofort Wirkung, fortan rafften sich die Gladbecker zu einer ordentlichen Leistung auf und agierten konsequent und vor allem konzentriert. Zweimal traf Pascal Kunze, einmal Michael Kintrup, zweimal Sebastian Schmedt - und schon lag der Gast aus dem Ruhrgebiet mit 16:11 in Führung. Damit war die Partie gegen den als Absteiger längst feststehenden TuS bereits entschieden.„Wir haben das Ding in der zweiten Halbzeit dann runtergespielt“, beschrieb der VfL-Trainer anschaulich den zweiten Abschnitt. Der Sieg der Rot-Weißen geriet nicht mehr in Gefahr. Das gab Krimphove die Gelegenheit, durchzuwechseln. Und Timo Marcinowski, der zuletzt trotz einer Knieverletzung immer aushelfen musste, durfte sich dieses Mal schonen. Auf Gladbecker Seite gefielen in Volmetal neben den beiden besten Torschützen Michael Kintrup und Sebastian Schmedt vor allem Schlussmann Michael Schmidt, der dieses Mal den Vorzug vor Tim Deffte erhalten hatte. Lob gab’s schließlich auch noch für den Trainer. „Holger“, sagte Abteilungsleiter Sigbert Busch, „hat wirklich gute Arbeit abgeliefert.“




