1. Mannschaft
06/02/2012 12:38 Alter: 103 days

Spielbericht aus Recklinghausen

Kategorie: 1. Mannschaft

Von: WAZ Stefan Müßner

Die Rückkehr der Wundertüte

 

Zwei Erkenntnisse über den HSC Eintracht Recklinghausen hatten sich nach der Hinrunde in der Handball-Verbandsliga durchgesetzt. Erstens: Trainer Frank Hermann hatte reichlich Spaß daran, wie seine Mannschaft auftrat und vor allem die Spitzenteams wie Höchsten oder Gevelsberg aufmischte. Zweitens: Den Ruf als Wundertüte der Liga wurde der HSC aufgrund der häufig wechselnden Besetzungen vorerst nicht mehr los. Für Überraschendes ist die Eintracht auch in diesem Jahr zu haben, viel Freude daran hatte Hermann zuletzt aber nicht. Siehe die Niederlage in Bommern. Siehe die Niederlage jetzt gegen den TuS Volmetal. Der HSC unterlag mit 25:30 (13:14) und zeigte sich dabei in seinen Phasen so schwankend, wie er es in den letzten Wochen in seiner Aufstellung war.

„Nach der letzten Woche wollen wir etwas zeigen“, hatte der Übungsleiter vor der Begegnung gefordert. Wiedergutmachung sah zunächst aber ganz anders aus. Der
HSC ließ sich zu Beginn von Volmetal förmlich überrollen. 1:7 stand es nach zehn Minuten. Nach 17 Zeigerumdrehungen jedoch 7:7, weil plötzlich vieles anders, vieles besser lief. Bälle wurden gewonnen, Christoph Clodt und Marlo Felber trafen über die Außen und durch Tempogegenstöße und die alles andere als die gefestigt wirkenden Gäste machten deutlich, warum es für sie in dieser Saison eben nicht um die Tabellenspitze, sondern um einen Platz im Mittelfeld geht. So plötzlich diese Wende kam, so plötzlich drehte sich das Blatt wieder. Weitere sieben Minuten blieb der HSC ohne Tor, während Volmetal zu teilweise erschreckend einfachen Treffern kam. Auf 7:13 fielen die Recklinghäuser wieder zurück, nur um bis zum Seitenwechsel erneut zur Aufholjagd anzusetzen. Zur Pause war mit dem 13:14 noch alles drin.

Das sollte im zweiten Durchgang zunächst auch so bleiben. Drei Treffer betrug über weite Strecken der Volmetaler Vorsprung. Torhüter Mathias Kilfitt war zunehmend Endstation der Abschlüsse der Eintracht-Akteure. Noch einmal sollte der Gastgeber aber richtig Fahrt aufnehmen. A-Jugendkeeper Daniel Ollesch (Hermann: „Für sein erstes Spiel hat er das richtig gut gemacht“) hielt in dieser Phase den einen oder anderen Ball und bereitete mit langen und präzisen Pässen zwei schnelle Tore vor. Fabian Huesmann erzielte so den 21:22-Anschlusstreffer.

Wie schon zuvor blieb der
HSC allerdings nicht lange im Aufwind. Volmetal konnte sein Polster wieder auf 25:21 ausbauen und blieb bis zum Ende am Drücker. Hermann: „Wir haben einfach wieder zu viele freie Würfe weggegeben. Dazu kamen noch die Abspielfehler. Außerdem war unsere Rückzugsbewegung heute katastrophal.“ Dass die beiden Unparteiischen nicht gerade durch Souveränität glänzten, änderte daran nichts. „Wir sollten uns jetzt nicht auf die Schiedsrichter einschießen, sondern uns auf uns selbst konzentrieren.“

Aufgrund der bisher so guten Spielzeit kann sich der
HSC nach Jahren des Abstiegskampfes aber noch immer recht sicher fühlen. Am Samstag folgt gegen die HSG Lüdenscheid erneut ein Heimspiel. Auswärts gelang dem Team erst ein Sieg. Dagegen hat die Eintracht in dieser Saison noch nie mehr als zwei Spiele in Folge verloren.


Spiele am Wochenende

TuS Volmetal 1 : TuS Bommern
            33 : 31 ( 17 : 12 )

TuS Volmetal 2 : TuS 03 Hagen
            37 : 37 ( 20 : 20 ) 

TuS Volmetal 3 : HC Ennepetal
            30 : 33 (  14 : 21 )

TuS Volmetal 4 : TuS 03 Hagen 2
            24 : 38 ( 12 : 13 )   

           

Melde Dich zu unserem Newsletter an.

Ihr Name:


Ihre Emailadresse:


Du bist bereits angemeldet und möchtest Dich abmelden?