Brockhaus ist schwer zu stoppen

Zugegeben: Ganz neu in Hagen ist Yannick Brockhaus nicht. Der Handball-Mittelmann ist ein Rückkehrer. Vom Oberligisten HSG Gevelsberg/Silschede wechselte er zum Drittligisten TuS Volmetal, der Samstag um 19.45 Uhr in der Sporthalle am Volmewehr sein Saison-Heimdebüt gegen die HSG Lemgo II bestreitet. Bereits im ersten Spiel der Saison bei Aufstiegsmitfavorit HSG Krefeld deutete der nur 168 cm große Mittelmann an, wie wichtig er für seine neue Mannschaft sein kann. Er ist kein „Goalgetter“ wie es sein Vorgänger Niklas Polakovs war. Doch durch seinen Zug zum Tor generiert Brockhaus immer wieder Strafwürfe oder er sieht den freien Mitspieler, der dann zu einer Torchance kommt.

Auch sein in Hagen gänzlich neuer Trainer Rob de Pijper weiß um die Qualität des neuen Spielmachers. „Wir müssen lernen, Yannicks Stärken noch besser für uns zu nutzen“, sagt der holländische Coach. Das Startspiel in Krefeld verlor der TuS Volmetal nach 45 guten Minuten mit 23:28.

Das zweite Jahr ist das schwierigere

Zum Handball kam der Serviceberater von Mercedes-Benz durch seinen auch mit 56 Jahren immer noch aktiv spielenden Vater. In der Jugend erlernte er beim VfL Eintracht Hagen und beim TuS Volmetal das Handballspielen. Im Seniorenbereich hießen Yannicks Stationen wieder VfL Eintracht, HSG Wetter/Grundschöttel, HSG Gevelsberg/Silschede und SV Westerholt, wo er allerdings nur eine halbe Saison absolvierte. Mit all diesen Mannschaften war der gebürtige Hagener sehr erfolgreich, er schaffte zum Beispiel mit der HSG Gevelsberg/Silschede den Aufstieg in die Oberliga und anschließend mehrfach den Klassenerhalt. Der Ligaverbleib ist auch das ausgegebene Ziel seines aktuellen Vereins. Dem kann Brockhaus nur zustimmen. „Das zweite Jahr in einer neuen Liga ist bekanntlich das schwierigere. Dementsprechend kann unser Ziel nur sein, den Klassenerhalt zu schaffen.“

Moralisch unterstützt wird der 27-Jährige dabei auch von seiner Freundin Justine, die bereits während der Vorbereitung das ein oder andere Spiel des TuS Volmetal besucht hat.

Ein wichtiger Aspekt im Kampf um den Klassenerhalt wird der Zusammenhalt sein. Und der ist laut Brockhaus beim TuS besonders. „Hier zählen andere Werte“, hat der Neuzugang festgestellt. „Im Verein herrscht ein ganz anderer Zusammenhalt als ich es bisher kannte.“

Um das Saisonziel zu erreichen, wird jeder Spieler seine Rolle zu einhundert Prozent ausfüllen müssen. Die Position des Mittelmanns im Handball ist keine unbedeutende, dessen ist sich Brockhaus bewusst: „Meine Aufgabe besteht darin, das Team zu führen und den einen oder anderen Sieg einzufahren.“ Es wäre gut, wenn der neue Regisseur und seine Teamkameraden am Samstag Abend damit anfangen.

#26 - Yannik Brockhaus