Mund abwischen und weiter geht’s. Am Samstag kommt Altjührden. Der Spielbericht aus der Westfalenpost.

Volmetal lässt sich Schneid abkaufen

3. Handball-Liga West: VfL Gummersbach II nutzt beim 32:23-Erfolg Chancen besser und hat immer eine Antwort parat. TuS gegen Altjührden unter Druck

Hagen. Am Samstagabend kam es in der 3. Handball-Liga zum Showdown im Abstiegskampf. Zu Gast in der „Volmehölle“ war die Reserve des VfL Gummersbach, die als U23 aus vielen gut ausgebildeten Eigengewächsen besteht. Diese durften sich am Ende freuen: Mit 32:23 (15:9) entführten die Oberbergischen beide Punkte.  „Der Plan war, an das gute Spiel in Halver anzuknüpfen“, verriet Volmetals Trainer Christoph Ibisch nach dem Spiel. Beim Tabellenzweiten SG Schalksmühle-Halver hatte der TuS eine Woche zuvor zwar mit 16:20 verloren, aber in der Abwehr überzeugt. „Wir wollten aus einer starken Defensive schnell nach vorne kommen“, verriet Linksaußen Kevin Herzog.

Doch diesen Matchplan durchkreuzten die Gummersbacher von Beginn an. Früh gerieten die Volmetaler durch Zeitstrafen gegen Julius Blümel und Frederik Kowalski unter Druck, so dass sich die Gäste nach zehn Minuten (2:5) schon einen Drei-Tore-Vorsprung verschafft hatten. Aber durch Jan König, der bis zur Pause sieben der neun Treffer der Gastgeber erzielte, kämpften sich die Volmetaler wieder bis auf ein Tor heran (6:7).

Doch die Gummersbacher antworteten mit einer guten Verteidigung und schnellen Tempogegenstößen und blieben eiskalt im Abschluss. „Die haben sechs Gegenstöße und machen sechs Tore, wir laufen vier Gegenstöße und machen nur ein Tor“, bedauerte Ibisch die mangelnde Chancenverwertung. Auch bei den Siebenmetern waren die Gummersbacher sehr effizient: Albin Xhafolli traf ohne Fehlwurf achtmal. „Wir haben mit unseren eigenen vergebenen Chancen und teilweise auch mit den Schiedsrichterentscheidungen gehadert. Da lassen wir uns den Schneid abkaufen“, erklärte Ibisch den hohen Halbzeitrückstand.

Vorentscheidung beim 14:23

Nach dem Wiederanpfiff werden die Volmetaler zwar effektiver im Angriff, jedoch haben die Gummersbacher immer eine Antwort parat, so dass der TuS nicht näher als auf fünf Tore herankommt. Lediglich Torwart Manuel Treude sorgt für Aufsehen, indem er vier Paraden in Folge zeigt. Doch seine Vorderleute schaffen es nicht mehr das auszunutzen. „Der Torwart hält zwei Bälle und die Abpraller kriegt Gummersbach. Es ist eine Bereitschaftssache, die Bälle zu bekommen“, stellt Ibisch fest. Nach einer Zeitstrafe gegen Julius Blümel in Minute 43 machen die Gäste drei weitere Tore und sorgen beim Stand von 14:23 für die Vorentscheidung. Volmetal stellt nach einer Auszeit auf eine offensivere 4:2-Deckung um, was jedoch auch nicht mehr den gewünschten Erfolg bringt. Sinnbildlich für den gesamten Spielverlauf steht der letzte Siebenmeter der Partie, den Frederik Kowalski erst vergibt und dann auch noch den Abpraller nicht verwertet.

„Wir hatten uns hier auf ein robustes Spiel eingestellt. Wir haben die Ruhe bewahrt und die Sachen umgesetzt, die wir umsetzen wollten“, war Maik Thiele, Trainer der Gummersbacher, zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge.

Die „Taler“ treten am nächsten Samstag erneut zuhause gegen ein mitbedrohtes Team an. Allerdings hat Tabellennachbar SG VTB/Altjührden zuletzt gegen den Tabellenzweiten Schalksmühle-Halver (33:25) und Spitzenreiter Krefeld (24:22) gewonnen. Auswärts sind die Friesen aber noch sieglos. Und das soll auch so bleiben.

Quelle: Westfalenpost Hagen Lokalsport.