Eine misslungene erste Halbzeit brachte den Volmetaler Mädels erneut eine knappe Niederlage im Auswärtsspiel gegen die Drittvertretung der HSG Gevelsberg-Silschede ein (Endergebnis 14:12).
Wie auch eine Woche zuvor, konnte der Trainer Jörg Bertram nur auf einen kleinen Kader mit 8 Feldspielerinnen zurückgreifen. Trotzdem wollten die Mädels eine ähnlich gute Leistung wie gegen Selbecke abliefern, wo man ja quasi erst in den Schlussminuten das Spiel unglücklich aus den Händen gegeben hatte. Bei Betrachtung der Tabelle wurde deutlich, dass es ein Spiel auf Augenhöhe geben wird, da auch die Gastgeberinnen aus Gevelsberg bis dato keine Pluspunkte sammeln konnten. Böse Zungen würden von einem „Kellerduell“ sprechen… Und genau so schwach begann dann auch die erste Halbzeit, die man kaum in Worte fassen kann. Ideenlose und überhastete Angriffe, verworfene Strafwürfe, unnötige Ballverluste und wie so oft eine desolate Chancenauswertung sorgte dafür, dass sich die dritte Mannschaft aus Gevelsberg Stück für Stück absetzen konnte und sogar einen komfortablen 5-Tore-Vorsprung zur HZ verbuchen konnte (9:4).
Mit hängenden Köpfen mussten die grünweißen Girls die Halbzeitansprache des Trainers über sich ergehen lassen. Würden sie es schaffen, sich noch einmal aufzubäumen und sich auf ihre Stärken zu besinnen? Nachdem man noch das 10:4 hinnehmen musste, begann die Aufholjagd im rasanten Tempo. Nach und nach konnte man den Rückstand verkürzen und kam endlich auch aus dem Rückraum zu sehenswerten Treffern. Auch in der Abwehr funktionierte die Absprache deutlich besser, was die Gastgeberinnen sichtlich verunsicherte. Beim Stand von 10:8 war klar, dass zumindest ein Punktgewinn realistisch sein könnte. Aber, wie auch schon in Durchgang eins, scheiterte man entweder an sich selbst oder an der gut aufgelegten Gevelsberger Torhüterin. Kurz vor Schluss vergab man die Chance auf den Anschlusstreffer zum 13:12 und kassierte im direkten Gegenzug das 14:12. Damit war der Keks gegessen.
Fazit:
Auch wenn sich phasenweise die Gemüter auf beiden Seiten etwas erhitzen, konnte man fair auseinander gehen. Trotzdem stehen die Volmetalerinnen, die nun auch noch den krankheitsbedingten Verlust von Fabienne Litza verkraften müssen, wieder mit leeren Händen da. Die gute zweite Halbzeit, in der die Mädels bewiesen haben, dass sie auch kämpfen können, lässt aber darauf hoffen, dass die Krise bald überwunden wird und der erste Sieg ins Tal geholt werden kann!!
Text: N. Kollbach
Tore:
Anja Gierse 6/2, Joeleen Herzog 2, Jule Motzek 1, Christi Schröer 1, Nadine Kollbach 1, Alina Jordan 1
Es spielten:
Michaela Lakotta, Nina Backhaus ( Tor ),Madita Funke, Alexandra Bertram, Fabienne Litza

