TuS Volmetal – TV Korschenbroich 22:33
Deutliche Klatsche gegen die Rheinländer
Aus der Westfalenpost
Die Drittliga-Handballer des TuS Volmetal trudeln der Relegation, schlimmstenfalls sogar dem direkten Abstieg entgegen. Nach einer 22:33 (12:14)-Niederlage gegen den TV Korschenbroich ist das rettende Ufer schon sechs Punkte entfernt. Denn sowohl der Tabellenzwölfte VfL Gummersbach II (33:27 gegen Schlusslicht Ratingen) als auch die Ahlener SG (30:30 gegen den Tabellendritten Longerich) konnten am 25. Spieltag punkten.
Dabei sahen die gut 350 Zuschauer in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel der Volmetaler, die allerdings nur beim 9:8 und 10:9 vorne lagen. Nach dem Seitenwechsel erweiterten die spielerisch überzeugenden Gäste ihre Halbzeitführung über 17:14 auf 24:17 in der 49. Minute. Damit war eine Vorentscheidung gefallen. Auch die letzten elf Minuten gingen mit 9:5 Toren an die Gäste. Die höchste Heimniederlage der Schützlinge von Trainer Michael Wolf war perfekt. Zwei verworfene Siebenmeter von Thimon Kirsch und Kevin Herzog trugen nur unwesentlich zur Schlappe bei.
Der Sieg der Gäste geht auch deshalb in Ordnung, weil sie nicht nur mit Linksaußen Max Zimmermann den überragenden Feldspieler in ihren Reihen hatten, sondern in Person von Max Jäger auch das Duell der Torhüter klar für sich entscheiden konnten. Außerdem präsentierte Korschenbroich mit Kreisläufer Dennis Backhaus und dem Rückraumrechten Henrik Schiffmann zwei Spieler, die über 1,90 m groß und 100 kg schwer sind. Kein leichtes Durchkommen für die Volmetaler Akteure.
„Das ist ein bitterer Moment“, sagte Michael Wolf nach dem Spiel. „Das müssen wir erstmal sacken lassen. Trotz der Niederlage hat sich die Mannschaft verbessert, sie hat nur die vielen Chancen nicht genutzt.“ Volmetals Trainer sprach außerdem von vielen einfachen Fehlern seines Teams. „Wir müssen uns jetzt darauf konzentrieren, den 14. Platz zu halten“, so Wolf. Weil der Tabellen-15. SG Langenfeld mit 33:37 gegen Baunatal verlor, hat der TuS nach wie vor einen Punkt Vorsprung zum ersten direkten Abstiegsplatz.
Ronny Rogawska, Trainer der Gäste-Mannschaft, freute sich natürlich: „An solch ein Ergebnis haben nicht viele gedacht. Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, aus der Max Zimmermann herausragte. Der wird von Jahr zu Jahr besser.“
Mit zwei Bussen in die Disco
Trotz der bitteren Niederlage fuhren die Volmetaler Fans nach dem Spiel mit zwei Bussen zur 90er-Jahre-Party im Capitol. Der Disco-Besuch war schon lange vor dem Spiel organisiert worden. Sicher in der Hoffnung auf ein besseres Resultat.
TuS Volmetal: Treude, Quick (ab 50. Minute), Schliepkorte (1), Kowalski, Kaufmann (4), Kirsch, Dommermuth (3), Sackmann, Dominik Domaschk (6), Dennis Domaschk, Brockhaus (1), Herzog (3/2), Eckervogt (4).
