Nach Auszeit kommt Bruch in die Partie

Hohenlimburg. Die Handballer der HSG Hohenlimburg haben trotz einer bärenstarken Anfangsphase ihr Testspiel beim Landesliga-Absteiger TuS Volmetal II mit 28:30 (17:15) verloren. „Das war insgesamt zu wenig“, kommentierte Trainer Sascha Simec die erste Vorbereitungs-Niederlage. Die im Gegensatz zum 28:34 des „Hinspiels“ in Hohenlimburg diesmal in Bestbesetzung angetretenen Schützlinge von Tim Schneider präsentierten sich sehr ehrgeizig und nutzten die Abwehrschwächen des Ex-Verbandsligisten in einer spannenden Schlussphase zur Revanche.

Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als würden die Hohenlimburger den befreundeten Lokalrivalen in Grund und Boden spielen. Die aggressive 3-2-1-Abwehr verbuchte zahlreiche Ballgewinne, zudem wurden die Konter konsequent abgeschlossen, deutete Neuzugang Antonio Bogdanic seine Wurfkraft mit vier Treffern an, wusste zudem der auf den rechten Flügel gerutschte Tom Maschin (insgesamt neun Treffern bei nur einem Fehlversuch) voll zu überzeugen. Auch Roman Köck (10/5) bot eine starke Vorstellung, zog sich allerdings in der Schlussphase eine Hüftprellung zu und wird somit wie der sehr dosiert eingesetzte Bogdanic (fährt für drei Wochen in seine kroatische Heimat) am Samstag (15 Uhr) im auf 3 x 30 Minuten angesetzten Gastspiel bei Bezirksligist TS Evingsen in harzfreier Halle fehlen.

Defensiv nachgelassen

Nach 2:11-Rückstand nahm Schneider eine Auszeit, während sein Kollege die Achse Bogdanic/Bauer/Wittke vom Feld nahm und durch Strohhammer sowie die Neuzugänge Wünnemann und Zimny ersetzte. „Das hat zu einem klaren Bruch im Spiel geführt. Vor allem defensiv haben wir deutlich nachgelassen“, kommentierte Simec. Da auch Keeper Daniel Pavlakovik (insgesamt nur fünf Paraden) einen schwachen Tag erwischt hatte, konnte Volmetals Reserve schon bis zum Seitenwechsel auf zwei Tore herankommen und das Match im zweiten Abschnitt sogar noch drehen. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, die Integration der unerfahrenen Rückraumspieler dauert seine Zeit, aber die Leistung der ersten Viertelstunde hat auch gezeigt, zu was wir fähig sind“, resümierte Simec, der ja zudem auf fünf Akteure (neben Keeper Kind und dem verletzten Pallasch fehlten auch Bovensmann, Jacob und Torjäger Heinemann) verzichten musste.