3 Fragen an…. Christina Stracke

3 Fragen an…

Heute Christina Stracke, Physiotherapeutin vom TuS Volmetal.

TuS: Wie ist die Mannschaft aus Deiner Sicht physisch aus der Pause gekommen? Gab es größere „Baustellen“?
CS: „Ich bin mit dem Vorbereitungsverlauf aus medizinischer Sicht eigentlich ganz zufrieden. Klar gab es Ausfälle, jedoch haben wir die meisten schneller wieder fit bekommen als erwartet.
Vom konditionellen Aspekt gibt es in der 3. Liga, die ja die Grenze zwischen „Spaß am Spiel“ und professionellem Sportlertum bildet, immer Luft nach oben, auch bei uns. Ein ganz wichtiger Punkt im Handball bezüglich Verletzungsprophylaxe, der aber häufig vernachlässigt wird, ist die Rumpf- und Ganzkörperstabilität sowie ein gewisses Maß an Beweglichkeit. Hier bin ich jedoch sehr froh, dass Rob da ebenfalls viel Wert darauf legt und diese Dinge ins Training einbaut.“

TuS: Für welche Art von Verletzungen sind gerade Handballspieler besonders anfällig?
CS: „Bei Handballern typisch sind vor allem Verletzungen der Sprunggelenke, Finger und Knie, gefolgt von Muskelverletzungen. Als Kontaktsportart kommen natürlich auch Verletzungen von der harmlosen, aber schmerzhaften Prellung bis hin zur gebrochenen Nase oder Platzwunde vor. Überlastung meldet sich gerne die Wurfschulter.“

TuS: Welche Hauptaufgaben hast Du während der Trauningseinheiten und während der Spiele?
CS: „Während des Trainings besteht meine Arbeit hauptsächlich aus „Pflege“ (ja, das nennt man wirklich so😁), das heisst ich versorge die kleineren Verletzungen und Wehwechen. Ist intensivere Therapie notwendig, kommen die Spieler zu mir in die Praxis.
Bei den Spielen habe ich vor dem Anpfiff am meisten zu tun: Tapeverbände anlegen, verspannte Muskeln lockern und Wirbel wieder zurechtrücken. Sollte sich ein Spieler während des Spiels verletzen, übernehme ich die Erstversorgung auf oder am Spielfeld.

Einige persönliche Sätze zur Person Christina Stracke:

„Ich bin seit 2003 Physiotherapeutin und habe bereits 2004 angefangen im Sport zu arbeiten. Kennen gelernt habe ich die Arbeit im Leistungssport in der vereinseigenen Reha des VfL Bochum, wo wir auch die Leichtathleten des Olympiastützpunktes in Wattenscheid betreut haben.
Meine erste Mannschaft waren die damals in der Oberliga spielenden Herren von Teutonia Riemke.
2008 hat mich der Mannschaftsarzt der Bochumer, Prof. Bauer, als Chef-Physio zum neu gegründeten Sportmedizinischen Institut Dortmund (SMIDO) geholt. Weitere Stationen im Sport wurden da Volmetal, der Eishockey-Oberligist „Elche Dortmund“, die Sanddevils und die Nationalmannschaft im Beachhandball. Nebenbei habe ich 2013 noch meinen Bachelor gemacht und als Abschluss eine kleine Forschungsarbeit zu Kinesiotapes geschrieben.
Seit November 2015 habe ich zusammen mit meinem Kompagnon auch die Geschäftsführung des SMIDO übernommen.
Hier arbeiten wir mit einem mittlerweile über 40köpfigem Team aus Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern und Sportlehrern. Wir betreuen Patienten direkt nach OP im benachbarten Klinikum Westfalen und in unserer grossen Praxis. Mit unserer modernst ausgestatteten Trainingsfläche, angeschlossenem Rehasportverein und eigener Leistungsdiagnostik bieten wir eine ganze Palette rund um körperliche Fitness und Gesundheit.“

#Christina Stracke

www.smido.de

Interview:
Jens Schilling
Foto:
Sebastian Lahmer