„Die Enttäuschung überwiegt, wir hätten einen Punkt verdient gehabt.“ Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit.

Der Spielbericht aus der Westfalenpost.

Handball-Drittligist TuS Volmetal konnte im Kampf um den Klassenerhalt keinen Boden gutmachen. Am fünftletzten Spieltag mussten sich die Schützlinge des neues Trainerduos Jan Stuhldreher/Tim Schneider dem Tabellenvierten HSG Krefeld unglücklich mit 24:25 (10:12) geschlagen geben. Die Niederlagen der mitbedrohten Wölfe aus Menden und HSG Lemgo II waren ein schwacher Trost für die gut spielenden Volmetaler.

Rund 350 Zuschauer hatten den Weg zur Sporthalle an der Volme gefunden, in der die Gäste vom Niederrhein während der ersten 30 Minuten spielbestimmend waren. Nicht zuletzt wegen der starken Leistung des 37-jährigen Jen-Peter Reinarz, vor seinem Wechsel nach Krefeld beim VfL Eintracht Hagen aktiv, der mit seinen Treffern aus dem Feld oder per Siebenmeter für Führungen von 3:1, 11:7 und 12:10 sorgte.

Nach der Pause zogen die Gäste zunächst weiter davon (18:14, 23:18). Die Volmetaler Spieler gaben aber nicht auf, die Fans auf der Tribüne auch nicht. Mit Erfolg: Bis zur 56. Minute kämpften sich die Hausherren auf 23:24 heran. Kevin Herzog, Frederik Kowalski und Thomas Kersebaum waren in dieser Phase nicht zu stoppen.

Das Glück war letztlich aber nicht auf Volmetaler Seite. Zweimal hatten die Gastgeber in der Schlussphase die Möglichkeit zum Ausgleich, konnten sie aber nicht nutzen. Neun Sekunden vor Spielschluss war es der Krefelder Jonas Vonnahme, der mit seinem einzigen Treffer das 25:23 für die Seidenstädter erzielte. Die Partie war entschieden, Thomas Kersebaums Treffer in letzter Sekunde zum 24:25-Endstand hatte nur noch statistischen Wert.

„Zum Schluss haben wir etwas Glück gehabt“, gab HSG-Trainer Dusko Bilanovic zu, der im vergangenen November den früheren Hagener Spieler Olaf Mast abgelöst hatte und seine Bilanz mit dem Sieg im Volmetal auf 19:7 Punkte schraubte. „Wir freuen uns auf die anstehende Schlussphase der Saison und wollen unbedingt noch den dritten Platz erobern.“ Am Samstag blieben die Krefelder auch ohne den verletzten Linkshänder Maik Schneider auf Kurs.

Volmetals Trainer Tim Schneider gestand: „Die Enttäuschung überwiegt, wir hätten einen Punkt verdient gehabt.“ Nicht zuletzt die gute Vorbereitung auf das Spiel hatte den „Talern“ viel Hoffnung mit auf den Weg gegeben. Sieben Trainingseinheiten mit hoher Beteiligung und 100-prozentiger Einsatz waren eine gute Grundlage gewesen. Trotz der Niederlage blickt man beim TuS aber optimistisch in die Zukunft. „Weil sich die Mannschaft heute nie aufgegeben hat“, betonte Schneider. Nur die Belohnung für die Gastgeber fehlte am Ende.

TuS Volmetal: Treude, Quick; Kersebaum (6), Kowalski (3), Brüggemann, Dominik Domaschk (2), Dennis Domaschk (1), Polakovs (2), Brockhaus (1), Herzog (6), Heidemann, Dommermuth (1), Eckervogt (2).

Quelle: Westfalenpost Hagen Lokalsport.