Volmetals Thomas Kersebaum will zur Beachhandball-EM

Hagen. Zweigleisig fährt momentan Handballer Thomas Kersebaum vom TuS Volmetal. Neben der Saisonvorbereitung mit dem heimischen Drittligisten TuS Volmetal fuhr der Linkshänder zum ersten von zwei Lehrgängen der deutschen Beachhandball-Nationalmannschaft im ostwestfälischen Minden. Es geht um die Kaderfindung für die Europameisterschaft im nächsten Jahr, die in Kroatien ausgetragen wird. „Insgesamt ist es ein 18-Mann-Kader, aus dem zehn bis zwölf Spieler ausgewählt werden, um bei der EM in Umag zu spielen“, erklärt Kersebaum, den Sprung ins Aufgebot will er natürlich schaffen. Letztmalig war der der heute 33-Jährige bei der Europameisterschaft 2007 im italienischen Rimini für die Nationalmannschaft am Ball. „Danach wurde der Beachhandball dem Breiten- anstatt dem Leistungssport untergeordnet und die Nationalmannschaft vom Deutschen Handball Bund aufgelöst“, erläutert er den Grund für die lange Abstinenz. In der Zwischenzeit spielte Kersebaum für die Mannschaft BC Sanddevils Minden und wurde mit ihr drei Mal deutscher Meister. Zuletzt gelang ihnen dieser Coup im letzten Jahr, anschließend starteten Kersebaum und Co. beim Beachhandball Champions Cup auf Gran Canaria. Seit kurzer Zeit hat sich der DHB des Beachhandballs aber wieder angenommen und versucht, ihn nun professionell aufzuziehen. So gibt es mittlerweile bereits eine U16-Nationalmannschaft für Männer und Frauen. Auch die Besetzung der Kaderliste der Nationalmannschaft zeigt, dass es dem DHB ernst ist mit dem Handball auf dem Sand. Spieler wie Jakob Macke (ASV Hamm-Westfalen) aus der 2. Bundesliga oder die Erstliga-Akteure Daniel Rebmann (FA Göppingen) oder Dominik Weiß (TVB Stuttgart) finden sich im Aufgebot. Die Chancen im nächsten Jahr in Kroatien mitwirken zu dürfen, sieht Kersebaum bei 50 Prozent. „Bis zum kommenden Jahr kann noch einiges passieren und bei beiden Lehrgängen heißt es wieder Vollgas zu geben“, gibt er sich diplomatisch, um dann doch ein wenig Optimismus zu zeigen: „Ich denke, nach 17 Jahren Beachhandball habe ich dann doch ein bisschen Erfahrungen gesammelt. Und die können bei so einem Turnier sicherlich nicht schaden.“ Als positives Zeichen wertet er die Nominierung für das jüngst gespielte Turnier in Prag. „Leider war ich an diesem Wochenende bereits längerfristig verplant, so daß ich absagen musste“, bedauert der Volmetaler Spieler, die Hochzeit eines langjährigen Freundes ging vor. Ohne ihn gewann das deutsche Team in Tschechiens Hauptstadt Finale gegen Norwegen nach Penaltywerfen. Übrigens nicht ohne Beteiligung des TuS Volmetal – Christina Stracke, Physiotherapeutin des Drittligisten, war mit dabei.