Zum Abschied fließen auch ein paar Tränen

Mit einer 19:22-Niederlage beim TV Korschenbroich ist Handball-Drittligist TuS Volmetal im August letzten Jahres in die Saison gestartet. Mit einer 25:33 (10:11)-Niederlage gegen den Neusser HV beendete der Neuling seine erste Saison in der 3. Liga. Dazwischen lagen 13 Siege und ein Unentschieden sowie der frühzeitige Klassenerhalt. Unter den Augen des künftigen Trainers Rob de Pijper kamen die Volmetaler schlecht in Fahrt. Die spielstarken Gäste führten schnell mit 3:0, was Volmetals Trainer Stefan Neff zur einer ersten Auszeit veranlasste. Sie brachte Erfolg. Nach 15 Minuten stand es 6:6. Zur Pause lagen die Gastgeber, die nie in Führung gingen, zwar mit einem Tor hinten, aber der knappe Rückstand besagte nicht viel. Allerdings zeigten sich Gäste vom Niederrhein zu Beginn der zweiten Halbzeit von ihrer besten Seite und zogen von 11:10 auf 18:13 (39.) und 22:15 (46.) davon. Eine Führung blieb den Volmetalern auch im zweiten Abschnitt versagt, selbst ein Unentschieden war unerreichbar. Denn die Rückstände wurden nicht kleiner. Den letzten Treffer für die Spieler von Stefan Neff erzielte der scheidende Niklas Polakovs in der 59. Minute zum 25:32. Zuvor war es Frederik Kowalski per Rückhandwurf gelungen, den gegnerischen Keeper zu überlisten. Der Neusser Philip Schneider setzte mit seinem dritten Treffer zum 25:33 den Schlusspunkt. Beide Mannschaften wurden nach dem Schlusspfiff von ihren Fans mit viel Applaus in die Kabinen und somit in die Sommerpause verabschiedet. Volmetals Stefan Neff Übungsleiter war sichtlich gerührt. Kein Wunder. In der fast fünfjährigen Zeit im Volmetal wurde auch Freundschaften geschlossen. Hier und da mussten Tränen getrocknet werden.Der Akku war leer„Glückwunsch an Neuss“, so begann Stefan Neff auf der Pressekonferenz, „wir sind schwer ins Spiel gekommen. Nach einer fantastischen Rückrunde war der Akku leer.“ Und dann sprach Neff von einer fantastischen Zeit im Volmetal, wo er viele Leute kennengelernt habe. Viele von denen schüttelten Neff zum Abschied die Hand. Die Zeit im Volmetal wird er vermissen. „Aber ehrlich“, so Neff am Rand der Pressekonferenz, „ich freue mich auch auf Schalksmühle.“Ceven Klatt, Trainer des Neusser HV, kommentierte die Abschlusspartie wie folgt: „Mit einer gefestigten Abwehr haben wir das Spiel durch eine gute zweite Halbzeit gewonnen. Insgesamt bin ich mit der Teamleistung zufrieden.“

TuS Volmetal: Treude, Quick; Timon Schliepkorte, Frederik Kowalski (1), Kaufmann (4), Brüggemann, Kirsch (3), Dommermuth (2), Luca Sackmann (1), Dominick Domaschk (3), Dennis Domaschk (1), Polakovs (3), Herzog (7/3).

Haupttorschützen Neusser HV: Aust (9), Klasmann (8), Handschke (6).