Tus Volmetal – SGSH 28:28
Der Spielbericht aus der Westfalenpost
Für Handball-Drittligist TuS Volmetal wird die Luft nach dem 28:28 (10:13)-Remis gegen die SG Schalksmühle/Halver immer dünner. Die Volmetaler sind jetzt punktgleich mit dem Tabellenvorletzten SG Langenfeld, der gegen das Schlusslicht Ratingen 24:19 gewann, haben aber im direkten Vergleich haarscharf die Nase vorn. Denn der TuS erzielte bei seiner 33:36-Niederlage in Langenfeld mehr Auswärtstore als Langenfeld beim 26:29 im Volmetal.
Das Spiel war ganz nach dem Geschmack der annähernd 500 Zuschauer in der Sporthalle am Volmewehr. Es war ein faires und spannendes Derby, in dem sich zunächst keine Mannschaft einen größeren Vorsprung herausspielen konnte. Bis zum 7:7 (20. Minute) hatten die Gastgeber durch Kevin Herzog und Frederik Kowalski schon zwei Siebenmeter verworfen. Eine kleine Schwächephase nutzten die Gäste dann, um sich auf 10:7 und 13:10 abzusetzen.
Nach der Pause führte das Team des ehemaligen Volmetaler Trainers Stefan Neff zeitweise mit vier Toren (18:14, 20:16). Beim Stand von 21:24 aus Gastgebersicht begann die stärkste Phase des TuS. Binnen zwei Minuten sorgten Philipp Dommermuth, Silas Kaufmann und Kevin Herzog für den umjubelten 24:24-Ausgleich (48. Minute).
Schalksmühle konterte abermals und lag fünf Minuten später wieder mit 27:25 vorne. Yannick Brockhaus per Siebenmeter und Philipp Dommermuth konnten abermals für Volmetal egalisieren. In der 57. Minute brachte Jacek Wardzinski die SGSH mit seinem achten Treffer per Siebenmeter mit 28:27 in Front. Drei Minuten vor Spielschluss verhinderte der gut aufgelegte Dominik Domaschk mit seinem sechsten Tor zum 28:28-Endstand den Sieg der Gäste. Es gab noch einige Angriffe und zwei Auszeiten, aber keinen weiteren Treffer mehr.
Schalksmühles Trainer Stefan Neff, viele Jahre im Volmetal tätig, sprach von einem Spiel mit vielen Emotionen und haderte mit seiner Mannschaft, weil der Vorsprung zur Pause nicht größer war. „Das hätte mehr sein können“, sagte der Gästecoach und lobte seine Verteidigung im ersten Abschnitt sowie die gute Torwartleistung. „Nach der Pause haben wir zu überhastet gespielt und fanden in der Abwehr keinen Zugriff mehr.“
Riesenkompliment an das Team
Volmetals Trainer Michael Wolf stellte die Atmosphäre in der Halle heraus („was hier heute wieder abgebrannt worden ist an Feuerwerk, das ist schon richtig sensationell“) und machte seinem Team „ein Riesenkompliment. Wir liegen in der zweiten Halbzeit mit drei Toren zurück und die Mannschaft gibt nicht auf sondern kämpft und kämpft und kämpft, weil sie ein großes Ziel vor Augen hat.“ Angesichts der gezeigten Leistung, so der TuS-Coach, sei ihm vor den letzten drei Spielen in Ratingen und Minden sowie gegen Gummersbach II nicht bange. „Und dann schauen wir mal am 6. Mai, wie die Tabelle aussieht.“ Die nächste Partie bestreitet der TuS am Samstag, 22. April um 18 Uhr, bei der Ratinger SG.
TuS Volmetal: Treude, Quick; Timon Schliepkorte (2), Frederik Kowalski, Kaufmann (7), Kirsch, Dommermuth (3), Sackmann, Dominick Domaschk (6), Dennis Domaschk, Brockhaus (4/4), Kersebaum, Herzog (3), Eckervogt (3).
Top-Torschützen SG Schalksmühle-Halver: Wardzinski (8/2), Wesseling (7), Luciano (5).
