Alles entscheidet sich am letzten Spieltag. Der Spielbericht zur Niederlage in Minden.

TSV GWD Minden II – TuS Volmetal 34:27
Den Elfmeter nicht verwandelt!

(WP) Der Abstiegskampf in der 3. Handball-Liga West spitzt sich noch einmal zu. Die Entscheidungen fallen am letzten Spieltag, für den TuS Volmetal ist nach der 27:34 (13:17)-Niederlage bei GWD Minden II vom direkten Klassenerhalt über die Relegation bis zum Direktabstieg alles drin. Volmetals Trainer Michael Wolf war sichtlich geschockt nach der Niederlage in Minden. „Das ist genauso, als wenn du nur einen Elfmeter hast und den nicht verwandelst“, bedauerte Wolf, als ihm alle Ergebnisse der Konkurrenz bekannt waren: „Nur gut, dass Ahlen nicht gewonnen hat.“ Während die Volmetaler noch spielten, hatte der SV Langenfeld überraschend mit 23:21 beim VfL Gummersbach II gewonnen, während die Ahlener SG mit 33:36 daheim gegen HSG Lemgo II unterlag.

In Dankersen führten nach zehn Minuten die Hausherren mit 9:4. Volmetal konnte den Abstand nicht verkürzen, begann nach der Pause mit einer Aufholjagd, die in der 44. Minute den Anschlusstreffer zum 24:23 durch Philipp Dommermuth brachte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der 20-jährige Mindener Jugendnationalspieler Marian Michalczik bereits zehn seiner elf Treffer erzielt. Mit seinem elften Tor erzielte der 1,99 m große und 99 kg schwere Rückraumspieler aus dem Bundesligakader das 30:24 (53.), es war die Entscheidung. „Sein Einsatz hat uns gut getan“, lobte GWD-Trainer Markus Ernst den Einsatz Michalcziks, der damit seinem Stammklub Ahlen geholfen hatte. Mit einem Sieg in Minden hätten die Volmetaler Ahlen auf Rang 13 überholt und zumindest den Relegationsplatz sicher. „Jetzt haben wir noch alle Möglichkeiten“, sagte Wolf, „ aber wir können auch direkt absteigen.“

Am kommenden Samstag werden ab 19 Uhr die Liveticker glühen, wenn die Spiele gleichzeitig angepfiffen werden. Ein Heimsieg der Volmetaler (17:41 Punkte) gegen den VfL Gummersbach II bedeutet auf jeden Fall die Relegation, bei einer Niederlage der Ahlener SG (18:40) in Krefeld den direkten Klassenerhalt. Langenfeld (17:41) erwartet Minden II und ist auf Patzer von Ahlen und Volmetal angewiesen. Sollte es eine Punktgleichheit zwischen den Vereinen geben, zählt zuerst der direkte Vergleich, danach das Torverhältnis, bei Gleichheit die Anzahl der auswärts geworfenen Treffer. Im Einzelvergleich haben die Volmetaler Vorteile sowohl gegenüber Langenfeld als auch gegenüber Ahlen, wären auch im Dreiervergleich Erster. „Noch sind wir nicht abgestiegen“, sagte Volmetals Handball-Chef Andre` Blümel: „Wenn es passiert, dann sprechen wir über zwei schöne Jahre in der 3. Liga. Und Handball wird in unserem Verein auch weiter gespielt.“

Volmetal: Treude, Quick; Schliepkorte, Kirsch, Kowalski, Kaufmann (8), Dommermuth (4), Sackmann (2), Dominik Domaschk (4), Dennis Domasck (1), Brockhaus (2/2), Kersebaum, Herzog (5), Eckervogt (1)

(Aus der Westfalenpost vom 30. April)