„Die Mannschaft hat Moral bewiesen!“ Der Spielbericht und die Spieltagsfotos zum Heimspiel gegen Gummersbach.

Aus der WP vom 08. Mai:

HAGEN.  Mit einem 26:23-Erfolg gegen Gummersbach II wendet Handball-Drittligist TuS Volmetal den Direktabstieg ab und richtet jetzt die Relegation aus.

Riesenjubel am Volmewehr! Am letzten Spieltag der 3. Handball-Liga West hat der TuS Volmetal den direkten Abstieg in die Oberliga durch einen 26:23 (14:5)-Erfolg gegen den VfL Gummersbach II abgewendet. Am Samstag und Sonntag kämpfen die Schützlinge der Trainer Michael Wolf und Dirk Maruska in eigener Halle bei der Abstiegsrelegation um den Klassenerhalt. Erster Gegner ist am Samstag um 17.30 Uhr Altjührden, Tabellen-14. der 3. Liga Nord (siehe Infobox). Zumindest der Gewinner der Relegation bleibt drittklassig, da der LHC Cottbus, Meister der Oberliga Ostsee-Spree, bereits seinen Aufstiegsverzicht bekanntgegeben hat.

Motiviert bis in die Haarspitzen legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr und nahmen die Halle von Anfang an mit. Schlussmann Manuel Treude fand mit einer starken Parade perfekt in die Partie, war in den ersten zehn Minuten überhaupt nicht zu bezwingen und hatte zur Pause schon ein Dutzend gehaltene Bälle zu Buche stehen. 4:0, 6:1 und 8:2 lauteten die Zwischenstände auf dem Weg zur Neuntore-Pausenführung. „In der ersten Halbzeit haben wir die beste Abwehrleistung der Saison gebracht“, bilanzierte Coach Wolf nach dem Spiel. „Und auch vorne haben wir es im Eins-gegen-Eins besser gelöst als in den letzten Wochen.“

Das einzige was nach 30 Minuten nicht passte war die Kunde vom Zwischenstand in Krefeld. Bei der dortigen HSG lang der um einen Punkt bessere Konkurrent Ahlen mit vier Toren vorne, die Hoffnungen, den sicheren 13. Platz durch einen Sieg gegen Gummersbach noch erreichen zu können, schwanden. Am Ende gewann die Ahlener SG deutlich mit 28:21 und schaffte damit den Klassenerhalt.

Klar auf der Siegerstraße lag bei Halbzeit auch der TuS Volmetal. Nach dem Wiederanpfiff begann der komfortable Vorsprung jedoch zu schmelzen. Beim 15:8 und 16:10 waren die Fans noch nicht sonderlich besorgt, als Tobias Weiler das dezimierte Gummersbacher Team, dem unter anderem Toptorjäger Sebastian Schöneseiffen fehlte, nach 44 Minuten auf 15:19 heranbrachte, begann sich Nervosität auf den Rängen breit zu machen. „Was in der zweiten Halbzeit passiert ist, darüber müssen wir noch reden“, sagte Assistenzcoach Maruska nach dem Spiel. Auch mit dem zweiten gehaltenen Siebenmeter konnte Sidney Quick nicht verhindern, dass es noch einmal eng wurde.

„Mannschaft hat Moral bewiesen“

„Aber die Mannschaft hat Moral bewiesen, als Gummersbach stärker wurde“, bilanzierte Michael Wolf am Ende. Eine 24:18-Führung (52.) war zwar immer noch nicht die Vorentscheidung, weil die Gäste noch einmal auf 24:21 (55.) herankamen, aber in den letzten fünf Minuten schaffte es der TuS, „die Partie über die Linie zu ziehen“ (Maruska). Mit der Konsequenz, „dass wir den Klassenerhalt jetzt in eigener Hand haben“, wie Michael Wolf abschließend feststellte.

TuS Volmetal: Treude; Schliepkorte, Kowalski (1/1), Kaufmann (6), Kirsch (4), Dommermuth (2), Sackmann (1), Dominik Domaschk (2), Dennis Domaschk, Brockhaus, Kersebaum, Herzog (4), Eckervogt (6).

Vielen Dank an Sebastian Lahmer für die tollen Fotos!