Der Vorbericht zum Heimspiel aus der Westfalenpost

Wenn die SG Menden Sauerland Wölfe am Freitag bei Handball-Drittligist TuS Volmetal zu Gast sind tritt der Aufsteiger nicht als Außenseiter an.

Mit 2:6 Punkten aus den ersten vier Saisonspielen hat Handball-Drittligist TuS Volmetal keinen Traumstart hingelegt. Wenn das Team von Michael Wolf und Dirk Maruska den Anschluss ans Mittelfeld nicht früh verlieren will, dann sollte am Freitag der erste Heimsieg her. Ab 20 Uhr ist in der Sporthalle am Volmewehr die SG Menden Sauerland Wölfe zu Gast.

Obwohl die vom langjährigen Eintracht-Spieler und -Trainer Sascha Simec gecoachten Mendener als Aufsteiger erst auf vier Drittliga-Partien zurückblicken, treten Marcel Vogler, Joshua Krechel, Ansgar Heunemann und Co. keineswegs als krasser Außenseiter im Volmetal an. Beim Leichlinger TV, gegen den der TuS Volmetal sein zweites Heimspiel mit 36:33 verlor, entführte das Simec-Team zuletzt mit 31:30 beide Punkte. Dabei bewiesen die Wölfe vor allem in der Schlussphase Biss, als sie die Partie nach einem 27:30-Rückstand mit einer finalen 4:0-Serie drehten. Dreimal Dominik Flor und einmal Joshua Krechel, der beim Stand von 30:29 für Leichlingen noch einen Siebenmeter verwarf, wurden zu Matchwinnern. „Es war eine absolute Energieleistung, ein Triumph des Willens“, urteilte Michael Wolf. Vor allem das Tempogegenstoß-Spiel und das Abwehrverhalten der Mendener beeindruckten den TuS-Coach.

Die eigene Hintermannschaft ließ bisher noch zu viele Lücken erkennen. 33 Gegentreffer waren die Untergrenze, damit ist es in jedem Spiel schwer zu gewinnen. „Ganz klar, in der Defensive müssen wir uns steigern“, weiß Michael Wolf, „das war in dieser Woche auch unser Trainingsschwerpunkt.“

Während Yannick Eckervogt aus beruflichen Gründen noch fehlen wird, möglicherweise zum letzten Mal, ist Neuzugang Florian Schlierkamp für sein Debüt bereit. Nach dem Drittliga-Abstieg mit Ratingen hatte der 32-jährige Linksaußen mit dem Handball pausiert und blieb beim 26:34 zuletzt in Ahlen noch auf der Bank, gegen Menden ist er eine personelle Alternative. „Er passt gut in unsere Truppe“, hat sich der Referendar laut Michael Wolf schnell integriert.

„Wir müssen den Kampf annehmen, schnell zurücklaufen und unseren Spielplan umsetzen“, so will der Volmetaler Übungsleiter die ersten Heimpunkte gegen ein Gästeteam einfahren, das um die lädierten Lukas Flor und Ansgar Heunemann bangt.

Text: Westfalenpost Rainer Hofeditz