Fulminante Aufholjagd in der zweiten Halbzeit beschert den Damen des TuS Volmetal den Sieg des Kreispokals mit 14:15 gegen Eintracht Hagen
Samstag, 25.11.2017, Sporthalle Helfe, 19:30 Uhr, Finale auf Kreisebene der Damen:
VfL Eintracht Hagen gegen TUS Volmetal. Betrachtet man die derzeitige Tabellensituation in der aktuellen Saison und die Begegnungen der beiden Mannschaften aus der letzten Spielzeit, hatte der VFL ein Stück weit die Nase vorn. Davon aber unbeeindruckt, wollten die Mädels aus dem Tal gelassen und mit Spaß an die Partie heran gehen und nahmen sich damit selbst den Erfolgsdruck. Trotzdem fand das Team zunächst nur schwer in das Spiel. Dies lag zum Einen an der offensiven Abwehr der Eintrachtlerinnen und zum Anderen an den merkwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichterinnen. Dies war zwar sehr ärgerlich, aber nicht der ausschlaggebende Punkt für den Rückstand von 5:1 nach 13 Minuten, sondern eher das leidige Thema Chancenauswertung. Freie Würfe vom Kreis konnten nicht in Zählbares verwandelt werden, so dass der Gegner sich allmählich absetzen konnte. Dies gelang ihnen aber ausschließlich in Form von Strafwürfen, die Ihnen für jede kleine Berührung am Kreis zugesprochen wurden. Wieder sehr ärgerlich, aber nicht zu ändern. Nachdem man sich nun im Angriff aber immer besser auf das offensive Deckungsverhalten eingestellt hatte, kam man bis zur 23. Minute auf 6:5 durch Rückraumtreffer von Joeleen Herzog heran. Doch die Trainerin des VfL ließ nichts unversucht, um den grünweißen Girls den Gar auszumachen. Mit einer angeordneten Manndeckung gegen Naddel Kollbach gelang ihr dies- zumindest für den Rest der ersten Halbzeit, so dass die Eintracht einen komfortablen Vorsprung zur Pause herausspielen konnte (HZ 10:5).
Mit Beginn des zweiten Durchgangs nahm das Unheil aus Volmetaler Sicht seinen Lauf…Die Mannschaft aus Wehringhausen setzte sich Stück für Stück ab, obwohl sie sichtlich auch keinen Sahnetag erwischte. Während sie aber nach wie vor 7m-Würfe zugesprochen bekamen, blieben diese Pfiffe auf Volmetaler Seite leider aus, so dass man bis zur 15. Minute mit 13:6 ins Hintertreffen geriet. In der darauf folgenden Auszeit drohte die Stimmung auch untereinander zu kippen, bis plötzlich ein unbändiger Siegeswille in den Volmetalerinnen aufblitzte. Angetrieben von den mitgereisten Fans (Danke Jungs und Mädels für eure TreueJ), startete die Mannschaft eine grandiose Aufholjagd, die ihresgleichen sucht. In der Abwehr stand man fest zusammen, jeder für jeden, und ließ dem Gegner kaum mehr eine Chance überhaupt in eine verwertbare Wurfposition zu kommen. Die dadurch gewonnen Bälle nutzte unsere Jule, um mit Volldampf aus der eigenen Hälfte heraus, den Gegner förmlich zu überrennen und unter Druck zu setzen. Jetzt kamen unsere 1:1- Spezialisten zum Zug, die mit Ihrem Einsatz Strafwürfe herausholten oder die Mitspielerinnen gut in Szene setzen konnten. Und siehe da, die Dinger gingen tatsächlich rein. Die Mädels spielten sich in einen wahren Rausch über 13:7, 13:8, 13:9, 13:10 bis zum 13:14 -Führungstreffer durch Jessica Pregitzer, gab es nur noch ein Ziel: den Pott ins Tal zu holen. Zwar musste man den Ausgleich noch hinnehmen, aber als dann auch noch die gut aufgelegte Ela in der entscheidenen Phase einen Strafwurf mit Nachwurf parierte, war die Eintracht sichtlich geschockt, fast wie gelähmt und agierte in den letzten 10 Minuten allenfalls als Statist in einem furiosen Volmetaler Handball-Feuerwerk. 30 Sekunden vor Schluss netzte unsere Naddel zum Siegtreffer (14:15) ein und das Abwehr-Bollwerk hielt bis zum Abpfiff zusammen. Dann gab es auf dem Spielfeld und den Rängen kein Halten mehr: Kreispokal-Sieger, hey hey!
Fazit: Wer nach diesem Rückstand und allen wideren Umständen einfach nicht klein zu kriegen ist, der ist verdienter Pokalsieger! Das war die beste Mannschaftsleistung ever!!!
Bericht Nadine Kollbach
Tore: Jessica Pregitzer 5/4, Jule Motzek 3, Joeleen Herzog 3, Nadine Niedergriese 3, Nadine Kollbach 1
Es spielten: Ela Lakotta, Nina Backhaus ( Tor ), Alexandra Bertram, Lina Funke, Chrissi Schröer, Alina Jordan
Fotos: Christian Neuhaus
