TuS Ferndorf – TuS Volmetal 34:22 (HZ 17:11)
Deutliche Niederlage beim Ligaprimus in Kreuztal
Jetzt gilt die volle Konzentration auf das wichtige Heimspiel am kommenden Samstag gegen den TV Korschenbroich. Die Rheinländer haben das Kellerduell gegen den ATSV Habenhausen knapp gewonnen und damit ihren ersten Heimsieg in dieser Saison eingefahren.
Der Bericht aus der Westfalenpost:
Beim hohen Favoriten TuS Ferndorf verlor Handball-Drittligist TuS Volmetal auch das Rückspiel deutlich mit 22:34.
Das Südwestfalen-Derby der 3. Handball-Liga West hatte einen standesgemäßem Ausgang. Der haushohe Favorit TuS Ferndorf distanzierte den TuS Volmetal mit 34:22 (16:11), feierte den 16. Sieg im 16. Saisonspiel, aber die Gäste hatten sich vor knapp 1000 Zuschauern lange nach den ihnen zur Verfügung stehenden Kräften gewehrt, ohne den Spitzenreiter auch nur ansatzweise gefährden zu können. „Zur Halbzeit waren wir im Soll. Hinten heraus wurde es deutlicher, weil wir keine Körner mehr hatten“, resümierte Volmetals Co-Trainer Dirk Maruska, der den beruflich verhinderten Cheftrainer Michael Wolf vertrat: „Dann war der Qualitätsunterschied doch zu groß.“
Der Favorit spulte sein Programm ab, ohne zu glänzen, erlaubte sich sogar die eine oder andere Schwächephase, aber immer in der Selbstsicherheit, einen Gang hochschalten zu können, wenn es notwendig wurde. Als Beispiel für diese Achterbahnfahrt galt quasi die gesamte erste Halbzeit. Ferndorf musste sich zunächst an die Volmetaler Angriffstaktik mit einem siebten Feldspieler gewöhnen, kam in der Startphase nicht über ein 3:3 (7.) hinaus, legte dann aber einen Zahn zu und zog auf 8:3 davon. Doch so einfach ließ sich der von einer 30-köpfigen Anhängerschar lautstark angefeuerte Gast nicht abschütteln. Maruska nahm die Auszeit und sich sein wankendes Team zur Brust – mit Erfolg, denn der Außenseiter schloss dank eines durchsetzungsstarken Michael Romanov bis zum 9:7 auf (19.).
Bis zum 11:9 durch Yannick Eckervogt (24.) blieb Volmetal auf Tuchfühlung, ehe der zweite Ferndorfer Zwischenspurt die kurze Hoffnung, den Tabellenführer noch länger ärgern zu können, beendete. Kreisläufer Branimir Kolo-per (2), der effektive Lucas Schneider und der eingewechselte Marijan Basic sorgten für das 15:9.
Die Geschichte der zweiten Hälfte war schnell erzählt. Ferndorf hielt mit Routine, seinen spielerischen und personellen Vorteilen den nimmermüde um ein gutes Resultat kämpfenden Gegner auf sichere Distanz, baute den Vorsprung Stück für Stück aus. Basic besorgte beim 23:15 die erste Acht-Tore-Führung, beim 27:18 (48.) durch Julian Schneider waren es sogar neun. Volmetal war längst zur normalen Angriffsformation zurück gekehrt, überlistete das sichere Ferndorfer Abwehrbollwerk aber immer seltener.
Gleich hoher Sieg wie im Hinspiel
Und obwohl Ferndorf zwischenzeitlich mit seinen Chancen fahrlässig umgegangen war, stand nach einer vogelwilden Schlussphase mit etlichen Ballverlusten ein gleich hoher Sieg des Favoriten wie im Hinspiel (33:21). Und Maruska bekannte: „Ich glaube schon, dass wir hier nächste Saison nicht mehr spielen werden – nicht, weil wir absteigen, sondern weil Ferndorf die Liga verlassen wird.“
TuS Volmetal: Treude, Quick; Schlotmann, Kowalski (1/1), Warland, Schlierkamp (2), Romanov (6), Dominik Domaschk (4), Dennis Domaschk (1), Brockhaus (3), Herzog (1), Heidemann (1), Dommermuth (2), Eckervogt (1).
Hier einige Fotos vom Spiel in Ferndorf von Philip Woldt.
