Der Spielbericht aus der Westfalenpost zum Spiel gegen die Panther.

Bei den Bergischen Löwen beweisen die Drittliga-Handballer des TuS Volmetal eine intakte Moral, belohnen sich am Ende aber nicht.

Anfang schlecht, Ende schlecht, da war der starke Mittelteil vergebens. Nach einer Partie mit außergewöhnlichem Spielverlauf standen die Drittliga-Handballer des TuS Volmetal gestern in der Hilgener Max-Siebold-Sporthalle als Verlierer da. 28:22 (16:14) hieß es am Ende für die Bergischen Löwen, die zwischenzeitlich um den Sieg bangen mussten.

Danach sah es zu Beginn der Partie nicht aus. Die Anfangsphase gehörte ganz klar den Gastgebern. 3:0 und 8:2 lauteten die Zwischenstände, bis zur 14. Minute konnten nur Dominik und Dennis Domaschk die Abwehr des Aufsteigers jeweils einmal überwinden. Bitter für die Gäste: Dominik Domaschk musste kurz nach seinem Treffer mit Schulterproblemen vom Feld und vergrößerte damit das Volmetaler Lazarett weiter. Michael Romanov, Roman Warland und Philipp Dommermuth fehlten verletzungsbedingt. Und im Laufe der Partie musste auch noch Niklas Polakovs mit Leistenproblemen die Segel streichen.

Toller Start in zweite Halbzeit

Es spricht für die Moral der Gäste, dass sie sich durch die Kombination aus Fehlstart und Personalproblemen nicht gänzlich aus der Bahn werfen ließen, sondern sich ins Spiel kämpften. Dennis Domaschk mit seinem zweiten Treffer und Frederik Kowalski mit seinen ersten beiden Toren zum 8:5 gaben das Startsignal. Als Yannick Eckervogt in der 21. Minute traf, war die Löwen-Führung bis auf einen Treffer (11:10) zusammengeschmolzen. Auch zur Pause waren die Gäste auf Tuchfühlung.

Was immer TuS-Coach Michael Wolf seinen Schützlingen in der Pause mit auf den Weg gegeben haben mochte – es fruchtete. Die Gäste starteten furios, binnen 65 Sekunden glichen Eckervogt und Kevin Herzog zum 16:16 aus. Und es kam noch besser: Obwohl Kowalski und Herzog binnen 50 Sekunden zwei Siebenmeter verwarfen, führte Volmetal nach 47 Minuten mit 20:17.

„Ich bin total enttäuscht“

Was danach passierte, ist schwer zu beschreiben. „Wir haben uns durch das Auslassen bester Chancen um die Früchte unserer Arbeit gebracht“, konstatierte Wolf später. Beim Stand von 20:20 vergab Herzog den vierten Volmetaler Siebenmeter an diesem Tag. Nicht die einzige gute Gelegenheit, die in der Schlussphase vergeben wurde.

Auch mit einer Auszeit konnte Michael Wolf sein Team nicht mehr auf Kurs bringen. Das Spiel kippte erneut, diesmal endgültig. Als die Gäste in den letzten Minuten hinten aufmachten, wurde es ergebnismäßig sogar heftig. „Ich bin total enttäuscht“, lautete Michael Wolfs finales Fazit.

TuS Volmetal: Treude, Quick; Kowalski (6/2), Schlierkamp (1), Brüggemann, Dominik Domaschk (1), Dennis Domaschk (3), Polakovs, Brockhaus (2), Blümel (2), Herzog (2), Heidemann, Eckervogt (5).

Quelle: Westfalenpost Hagen