Die TuS Volmetal Familie trauert um Peter Zilinski

Peter Zilinski,
ein echtes Rummenohler Urgestein verstarb in der letzten Woche mit 80 Jahren.

Es gab Zeiten, da sah man ihn fast täglich.
Auf dem Weg zu Sportplatz oder Halle, zur Abfahrt am Sportkasten, oder zu seinem Kommunikationszentrum, der Gaststätte Dienstuhl.
Peter gehörte dazu, wie der Ball zum Spiel.
Nach der großen Feldhandballzeit Anfang der 50er war Peter dann Stammspieler der neu formierten 1. Mannschaft, mit der er bereits 1958 als 21-jähriger in die Kreisliga aufstieg.
Die Jahre darauf ging es Schlag auf Schlag:
1959, Aufstieg in die Bezirksklasse und wiederum ein Jahr später war die Südwestfalenliga im Feldhandball erreicht.
Für den heutigen Nachwuchs, der Feldhandball nicht mehr gespielt und erlebt hat: Man spielte auf dem Rasenplatz neben der Tennishalle Rummenholl auf einem Feld, ca. 100 m lang und 65 m breit!

1967 zum Jubiläum „40 Jahre Handball in Rummenohl“ wird ihm der Kreisehrenbrief überreicht.
Bereits in dieser Zeit übernimmt Peter Verantwortung in der Jugendabteilung, die jetzt auf rund 30 Aktive anwächst. Der Hallenhandball hat sich längst etabliert, mit den Hallenproblemen, die bis zum Bau der Volmetalhalle fortbestanden.
Kleine Vereinshallen, lange, aufwändige Fahrten in die Stadt.
Trotzdem war man erfolgreich.

Am 16.7.1970 dann der Zusammenschluss der Vereine Priorei und Rummenohl – Peter war wieder dabei und übernahm mit Lothar Grahe die Schüler- und Jugendabteilung. Schnell kam zur Masse die Klasse der einzelnen Jugendmannschaften. Nicht zuletzt deshalb, weil mit Peter Zilinski ein umsichtiger und sehr rühriger Jugendwart gefunden war, der mit erfahrenen Jugendtrainern die Grundlage auch für heutige Erfolge in den vielen Mannschaften des TuS Volmetal geschaffen hat.
Die Bilder in den Vereinszimmern und Veröffentlichungen zu den Jubiläen sind vielzähliger Beweis dafür.
Für 10-jähriges erfolgreiches Wirken wird ihm der Verbandsehrenbrief verliehen. Mittlerweile gehörte „seine Jugend“ zu den erfolgreichsten im Kreis und in Südwestfalen.

Leitete Peter selbst das Training, durften die Kopfnuss und der Entengang nicht fehlen….
In der noch aktiven Feldhandballzeit waren für ihn und uns die Pfingsturniere, u.a. mit Hamborn 07 und Weltmeister Walter „Spitze“ Schädlich sowie die großen Feste, die oft in ausverkaufter Rummenohler Turnhalle gefeiert wurden, besondere Highlights.
Zur Standfestigkeit von Peter, seine Kondition auch bei Diskussionen, ließe sich gesondert berichten. Vielleicht holte er sich diese 2. Luft als Sänger der „Deutschen Eiche Rummenohl“.

In den vergangenen Jahren frönte Peter mehrmals im Jahr seinem neuen Hobby: Fernreisen in entlegene Länder gönnt er sich dann.
Auch wenn Peter die Spiele der letzten Jahre in der Sporthalle Volmetal nicht mehr besuchte „das machen meine Nerven nicht mehr mit“, so war unser „Handball aktuell“ immer seine beliebteste Lektüre.
Die gesamte Handballabteilung wird Peter in bester Erinnerung behalten und ihn vermissen.
Peter, wir hatten eine schöne Zeit.

Einmal Taler, immer Taler!