Handballfreie Zeit am Big Apple. Kapitän Frederik Kowalski im Interview vor dem Jahreswechsel. „Anfangs noch etwas unbeständig aber mittlerweile scheinen wir uns langsam eingependelt zu haben.“

Interview mit Frederik Kowalski, Kapitän der ersten Mannschaft des TuS Volmetal.

Seit vielen Jahren ist er nicht nur ein Leistungsträger, sondern auch der Kapitän, der die Mannschaft auf das Spielfeld führt. Frederik (Fredde) Kowalski (31), Kreisläufer beim TuS Volmetal. Kurz vor dem Jahreswechsel haben wir ihn um ein kurzes Interview gebeten und ihn dabei am Big Apple erreicht.

TuS: Hallo Fredde. Wie verbringst Du die freien Tage und wann geht’s wieder los? Wo erreichen wir Dich gerade?

Fredde: „Die freien Tage haben wir zunächst mit der Familie unterm Weihnachtsbaum verbracht. Jetzt melde ich mich aktuell aus New York wo wir Silvester verbringen werden. Einen Trainingsplan hat jeder Spieler bekommen. Der offizielle Start ist dann am 02.01 wobei ich persönlich erst wieder am 09.01 eingreifen werde.“

TuS: Wie fällt Dein persönliches Fazit für 2019 aus? Was war Dein sportliches Highlight? 

Fredde: „Zunächst ist da natürlich der erfolgreiche Klassenerhalt in der vergangenen Saison zu nennen.
Danach gab es einen riesigen Umbruch. Viele Spieler haben uns verlassen und viele neue, meist junge Spieler aus unteren Ligen sind zu uns gestoßen.
In der neuen Saison konnten wir leider nicht direkt überzeugen. Doch trotz der Turbulenzen durch den Trainerwechsel (Marc Rode folgte im September auf Christoph Ibisch., Anm. der Redaktion) hat sich die junge Mannschaft gefangen. Anfangs noch etwas unbeständig aber mittlerweile scheinen wir uns langsam eingependelt zu haben.“

TuS: Wo siehst Du die größte Entwicklung des Teams in dieser Saison. 

Fredde: „Ich denke dass wir uns in der Abwehr stabilisiert haben und enorm an unserem Tempospiel gearbeitet. Die Jungs haben ihren gesunden Respekt vor der Aufgabe abgelegt und wir haben oft bewiesen, dass wir in diese Liga gehören. Aber weiterhin gibt es noch enormes Potential in der Mannschaft als Ganzem als auch bei den einzelnen Spielern. Wenn wir weiter so gut arbeiten können wir uns hoffentlich auch im neuen Jahr über den Klassenerhalt freuen.“

TuS: Am 09. Januar beginnt die Handball-Europameisterschaft in Schweden, Österreich und Norwegen. Wir übertragen ja live am 11.01. ab 18:15 Uhr das Vorrundenspiel gegen Spanien bei uns in der Juwelier Goldrichtig Lounge. Was traust Du dem DHB-Team bei der EM zu.

Fredde: „Ich glaube der Nationalmannschaft ist alles zuzutrauen. Von einem frühen Ausscheiden bis zum Gewinn des Titels wenn man sich in einen Rausch spielt. Ich finde es schwierig den Erfolg einzig an Ergebnissen festzumachen, da die Mannschaften bei der EM schon extrem nah beieinander sind. Daher wäre ich auch zufrieden, wenn man einen richtig guten Handball zu sehen bekommt und ein Team, dass mit der Weltspitze mithalten kann.“

TuS: Vielen Dank Fredde für das kurze Interview und noch ein paar schöne Tage in New York. Genieß die handballfreie Zeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Fredde: „Das wünsche ich Euch auch! Vielen Dank an meine Mitspieler für dieses geile Jahr. Vielen Dank aber auch an den Handballvorstand, den Trainern, allen Sponsoren, Helfern und Zuschauern für die grandiose Unterstützung im abgelaufenen Jahr. Ich freue mich auf ein weiteres Jahr im geilsten Verein überhaupt.“

Interview: Jens Schilling
Foto: Dieter Dröge