Ohne sechs an den Rhein. Viele Ausfälle nicht zu kompensieren. Tolle Moral der Truppe bis zum Schluss

TSV Bayer Dormagen – TUS Volmetal 35:33
Tolle Moral bringt die „Wolf-Jungs“ am Ende bis auf zwei Tore ran.

Handball- Drittligist TuS Volmetal stand im Dormagener Bayer-Sportzentrum vor einer positiven Überraschung. Nach einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt verloren die Wolf-Schützlinge nur mit 33:35 (13:21) beim Tabellenfünften Bayer Dormagen. Da die Ahlener SG gegen Langenfeld mit 32:25 siegte, hat der TuS noch einen Punkt Vorsprung vor Ahlen.

Die 850 Zuschauer, davon 50 aus dem Volmetal, waren überrascht vom kleinen Kader, mit dem die Volmetaler aufliefen. Luca Sackmann (Studienreise) fehlten ebenso wie die erkrankten Yannick Eckervogt und Yannik Brockhaus. Verstärkung aus der 2. Mannschaft, die zum gleichen Zeitpunkt in der Bezirksliga das Spitzenspiel in Olpe mit 28:36 verlor, war auch nicht möglich.

Den Volmetalern drohte in Dormagen die höchste Niederlage in der 3. Liga. Nach 17 Minuten führte die Gastgeber mit 12:3, nach 24 Minuten stand es 17:9. Die Differenz von acht Treffern hatte auch zur Halbzeit bestand. „Die müssen jetzt in der Abwehr besser arbeiten“, so die Ansage von Volmetals Abteilungsleiter Andrè Blümel, dessen Team ab der 36. Minute auch noch auf den disqualifizierten Frederik Kowalski verzichten mussten. In der 40. Minute führte Dormagen mit 28:19. Dann begann, angetrieben von Kevin Herzog, der seine fünf Treffer alle in der Schlussphase erzielte, eine spektakuläre Aufholjagd der Volmetaler.

Knapp drei Minuten vor Schluss hatte war der TuS auf 34:31 herangekommen. Thimo Kirsch verkürzte sogar auf 32:34, doch der 33 Sekunden vor Schluss machte Pascal Noll mit einem verwandelten Siebenmeter zum 35:32 alles klar. Es war der 17. Treffer des schnellen und sprungstarken Linksaußen, der spielentscheidender Akteur war.

„Wenn du keinen Mittelspieler hast, ist es verdammt schwer, gegen eine Mannschaft wie Dormagen zu bestehen“, blickte Volmetals Trainer Michael Wolf nach dem Spiel auf die ersten 40 Minuten zurück, in denen Yannick Eckervogt und Yannik Brockhaus schmerzlich vermisst wurde. Trotzdem habe seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit vieles richtig gemacht. „Wer einen 15:25-Rückstand fast aufholt, zeigt eine gute Moral.

Jetzt müssen die Volmetaler am kommenden Samstag beim Tabellenvorletzten SG Langenfeld punkten, bevor es dann gegen den VfL Eintracht Hagen geht.

Volmetal: Quick; Schliepkorte (1), Kowalski (3), Kirsch (7), Kaufmann (2), Dommermuth (4), Dominick Domaschk (3), Dennis Domaschk (5), Kersebaum (2), Herzog (5/2).

Haupttorschützen Dormagen: Noll (17/5). Kübler (6), Brüren (5).

Aus der WP vom 06.02.
Foto: S.Lahmer