Nach Niederlage gegen Baunatal weiterhin auf Abstiegsplatz

Tus Volmetal – GSV Eintracht Baunatal 28:31 (14:13)

Der TuS Volmetal konnte den Abstiegsplatz in der 3. Handball-Liga West auch nach der Beurlaubung von Trainer Rob de Pijper nicht verlassen. Die von den verletzten Spielern Philipp Brüggemann (26) und Jan Stuhldreher (28) betreuten Volmetaler unterlagen vor annähernd 300 Zuschauern gegen den starken GSV Eintracht Baunatal mit 28:31 (14:13). „Das Tempospiel der Gäste war mit ein Grundstein für ihren Erfolg“, räumte Brüggemann ein, die Volmetaler hätten aber auch schon schlechter gespielt. Ein schwacher Trost bei 3:19 Punkten nach elf Spielen.

Es war schon eine besondere Stimmung in der Volmetaler Sporthalle. Unter den Besuchern, darunter auch Ex-Trainer Stefan Neff, der nach dem 35:26-Erfolg seiner Schalksmühler in Langenfeld gegen Spielende im Volmetal vorbeischaute, wurde über die Trennung von Rob de Pijper nicht großartig diskutiert. Auch die Vorstandsmitglieder des TuS hielten sich bedeckt, Nachfolger für den Niederländer wurden noch nicht gehandelt.

Die Gastgeber zeigten mit einem Blitzstart ihren Willen zum doppelten Punktgewinn. Nach drei Minuten führten die Hausherren mit 3:0. Angetrieben von Silas Kaufmann, der an diesem Abend wohl sein bestes Spiel in dieser Saison machte, bauten die Volmetaler den Vorsprung bis zur 15. Minute aus 9:5 aus. Es folgten zwei nicht verwandelte Siebenmeter von Fredrik Kowalski, aber auch ein gehaltener Strafwurf von Volmetals Torhüter Sydney Quick. Beim Spielstand von 9:8 nahmen die Volmetaler eine Auszeit. Auch zwei Kaufmann-Treffer konterten die Gäste zum 11:11 (25.). Per Kempa-Trick erzielte Kevin Herzog noch die 14:12-Führung vor dem Seitenwechsel.

Jetzt zum Derby nach Halver

Doch die Hessen wurden nach dem Wechsel stärker, bei Kaufmanns 16:15 (34.) führten die Gastgeber zum letzten Mal. Wenig später lag Baunatal beim 17:21 (42.) und 20:24 (48.) mit vier Treffern vorn. Der TuS Volmetal gab aber nicht auf. Als Luca Sackmann 80 Sekunden vor Schluss per Siebenmeter zum 28:29 verkürzte, kam wieder Hoffnung auf. Doch nach einer Baunataler Auszeit trafen nur noch die Gäste.

„Wir waren gut eingestellt und haben Volmetal nicht unterschätzt. Zum Schluss haben wir etwas Glück gehabt“, freute sich Baunatals Trainer Mirko Jaissle nach dem vierten Auswärtssieg seines Teams. „Wir haben heute viel richtig gemacht, aber leider nicht alles“, betonte währenddessen Volmetals Interimscoach Jan Stuhldreher – und erinnerte an die drei verworfenen Siebenmeter. Auch 31 Gegentreffer waren nach seiner Meinung zu viel. Seinen Optimismus nicht verloren hatte Markus Wimmer. „Heute hat es nicht geklappt“, sagte der Volmetaler Mannschaftsbetreuer: „Dann klappt es eben in der nächsten Woche.“ Dann müssen die Volmetaler zum Drittliga-Derby zu Ex-Coach Stefan Neff und der SG Schalksmühle/Halver reisen (Samstag, 19.30 Uhr, Hauptschule Halver).

TuS Volmetal: Treude, Quick; Timon Schliepkorte, Frederik Kowalski (1/1), Kaufmann (8), Kirsch (2), Dommermuth (1), Sackmann (5/1), Dominick Domaschk (4), Dennis Domaschk, Brockhaus, Kersebaum (1), Herzog (2/1), Eckervogt (4).

Beste Werfer Baunatal: Schade (9/3), Geßner (7), Gabriel (5).