Niederlage im Abendspiel gegen den Longericher SC. Hier der Spielbericht.

TuS Volmetal – Longericher SC 29:35 (HZ 17:20)
Heimniederlage gegen den Tabellendritten

Solche Spiele muss der abstiegsbedrohte Handball-Drittligist TuS Volmetal nicht gewinnen. Doch so erstaunlich es sich bei einem 29:35-Endstand gegen den Tabellendritten Longerich anhört: einen Punkt hätte das Team von Trainer Michael Wolf durchaus in der Sporthalle am Volmewehr behalten können. Man hätte nur die Siebenmeter verwandeln müssen.

Siebenmal durften die Volmetaler vor 350 Zuschauern am Punkt Maß nehmen, Kevin Herzog verwandelte den ersten Strafwurf in der neunten Minute sicher zum 5:5. Sechs weitere Versuche sollten folgen, keiner war mehr von Erfolg gekrönt. Zweimal Herzog, zweimal Frederik Kowalski und einmal Silas Kaufmann fanden in Longerichs Schlussmann Valentin Inzenhofer ihren Meister. Zweimal parierte der überragende Kölner Keeper, der am Ende mehr als 25 gehaltene Bälle zu Buche stehen hatte, auch noch den jeweiligen Nachwurf. Den siebten und letzten Volmetaler Strafwurf an diesem Abend übernahm in der 47. Minute Dennis Domaschk. Er setzte den Ball neben den rechten Pfosten. Wenn es einmal schiefläuft . . .

Abgesehen von der Siebenmeterschwäche und dem Auslassen zu vieler weiterer Chancen aus dem Feld konnte Wolf seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen: „Wir haben gut gespielt. Dass hier der Drittletzte gegen den Tabellendritten spielt, war nicht zu sehen.“ Weder auf dem Spielfeld noch auf der Anzeigetafel. Nach 28 Minuten hieß es 16:17. Erst danach erspielte sich Longerich die Dreitore-Halbzeitführung.

Wenn man den Volmetalern bis dahin einen Vorwurf machen konnte, dann war es „die zu passive Deckungsarbeit“, die Coach Wolf monierte. Der starke Longericher Kreisläufer Michael Wittig wurde nicht gut genug abgeschirmt und wenn er an den Ball kam, dann war das meist ein Treffer. Aber auch die anderen LSC-Akteure hatten oft zu viel Raum. Ohne eine gute Angriffsleistung wäre das TuS-Team angesichts der 20 Gegentore zur Pause schon chancenlos gewesen.

Beim 18:23 (37.) hatte sich der Favorit erstmals etwas abgesetzt. In der 50. Minute kamen die „Taler“ durch ihren Toptorschützen Dominik Domaschk noch einmal auf 25:27 heran, aber dieGäste antworteten eiskalt (25:30). „Wenn wir solch eine Leistung gegen andere Gegner bringen, dann werden wir auch wieder gewinnen“, davon ist Volmetals Assistenzcoach Dirk Maruska fest überzeugt.

TuS Volmetal: Treude, ab 18. Quick, ab 52. Kilfitt; Schliepkorte (2), Kowalski (3), Kaufmann (5), Dommermuth (3), Sackmann (1), Dominik Domaschk (8), Dennis Domaschk (1), Brockhaus, Herzog (4/1), Eckervogt.

Tore Longerich: Richter (10/5), Wittig (9), Peters (4), Hoffmann (4), Wolf (4), Hartmann (2), Schiefer (1), Wilhelm (1).

WP vom 11.03.17