Verletzung bei Philipp Dommermuth schlimmer als zuerst angenommen. Mehrere Wochen Pause für unseren Kreisläufer.

Mit 29:41 unterliegt Handball-Drittligist TuS Volmetal, der früh auf Philipp Dommermuth verzichten muss, beim Leichlinger TV.

Mit einem Sieg des TuS Volmetal im Handball-Drittligaduell beim Leichlinger TV haben wohl die wenigsten gerechnet. Nach der sehr deutlichen 29:41 (12:23)-Niederlage befand Volmetals Trainer Michael Wolf dennoch resigniert: „Das hatten wir so nicht auf dem Schirm.“

Seine Schützlinge hielten in der erste Viertelstunde noch gut mit, mussten allerdings schon in der sechsten Minute den Ausfall von Philipp Dommermuth verkraften. Der Kreisläufer blieb nach einem Foul am Boden liegen, wurde ausgewechselt und musste noch am Abend die Fahrt ins Krankenhaus antreten. Die erste Diagnose lautete: Ein Riss im Augenlid. „Das hat unseren gewohnten Innenblock auseinander gerissen“, wusste Wolf und ergänzte: „Zudem mussten wir auf Philipp Brüggemann verzichten. Es war zwar angedacht, ihn zu bringen, vor allem nach dem Ausfall von Dommermuth. Aber aufgrund einer Grippe musste er nach dem Warmmachen feststellen, dass ein Einsatz nicht möglich war.“

Dennoch hielt das Wolf-Team zu Beginn noch gut mit, bis zum 9:7 (15.) steuerte Michael Romanov fünf Treffer bei. „Dann haben sich allerdings immer wieder Undiszipliniertheiten eingeschlichen“, befand Wolf, der in der Folge mit ansehen musste, wie seine Mannschaft sich immer wieder in Fehlpässe und einfache Fehler verrannte, während die Leichlinger um Toptorschütze Mike Schulz den Vorsprung von 10:8 (15.) auf 20:10 (24.) ausbauen konnten. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff gefunden“, bedauerte TuS-Coach Wolf.

Auch im zweiten Durchgang gab es kein besseres Bild: Während die Leichlinger weiter nahezu frei walten konnten, fehlte den Gästen weiter in der Abwehr die Konstanz, während auch der Angriff zunehmend ideenlos wirkte. Beim Stand von 25:16 blieben die Wolf-Schützlinge letztmalig bei einem Rückstand unter zehn Toren. „Wir haben nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wussten schon vorher, dass die Leichlinger ihre Angriffe immer über den linken Rückraum einleiten. Trotzdem haben wir es nicht geschafft, da gegen zu wirken“, bemängelte der Coach.

Da die Hausherren in den letzten zehn Minuten aber ebenfalls einen Gang zurückschalteten und sich ihres ersten Sieges im ersten Spiel des Jahres sicher waren, blieb es am Ende bei der dennoch deutlichen 29:41-Niederlage. „Wir haben vielleicht auch schon zu früh den Kopf in den Sand gesteckt, aber am Ende war einfach nichts zu holen für uns“, will Wolf den Blick weiter nach vorne richten: „Wichtig sind die kommenden Spiele gegen unsere Konkurrenten aus dem Tabellenkeller, Ahlen und Menden, in den nächsten zwei Wochen. Das Spiel hier müssen wir jetzt einfach schnell abhaken.“

Volmetal: Treude, Quick; Kowalski (9/6), Romanov (6), Dominik Domaschk (5), Herzog (4), Eckervogt (3), Schlierkamp, Polakovs (je 1), Dennis Domaschk, Brockhaus, Heidemann, Dommermuth, Schlottmann, Brüggemann

Aus der Westfalenpost Hagen