Vor großer Kulisse unterliegt der TuS Volmetal in der 3. Hanballliga im Derby gegen Schalksmühle. Siegchancen boten sich nur kurz.

TuS Volmetal – SG Schalksmühle Halver 24:30 (HZ 9:16)
Der Spielbericht aus der Westfalenpost.

Vor großer Kulisse unterliegt der TuS Volmetal in der 3. Hanballliga im Derby gegen Schalksmühle. Siegchancen boten sich nur kurz.

Die SG Schalksmühle-Halver bleibt die Nummer eins im Handball des Volmetals. Mit einer guten Leistung nahmen die Spieler um SG-Trainer Stefan Neff mit einem 30:24 (16:9)-Erfolg beim TuS Volmetal zwei Punkte mit auf die kurze Heimreise. Es war ein packendes Derby in der ausverkauften Halle an der Volme – mit der bisher höchsten Tordifferenz in der gemeinsamen Drittliga-Zeit beider Klubs. „Die SG war eben um sechs Tore besser“, urteilte Volmetals Co-Trainer Dirk Maruska, der in Abwesenheit des beruflich verhinderten Cheftrainers Michael Wolf gemeinsam mit Jan Stuhldreher die Gastgeber coachte.

Bewegliche 6:0-Deckung

Dabei war das Spiel bis zum 6:8 in der 17. Minute noch ausgeglichen. Doch danach erfolgte eine ganz starke Phase des Tabellensechsten Schalksmühle um den nach einem Muskelfaserriss ins Team zurückgekehrten Spielmacher Alexandre Brüning, beim 7:15 (27.) betrug der Vorsprung bereits acht Tore, auch zur Pause (9:16) lagen die Neff-Schützlinge mehr als deutlich vorn. Gegen die bewegliche 6:0-Deckung der Gäste hatten die Volmetaler große Probleme, es drohte eine hohe Niederlage.

Rückstand zwischenzeitlich vier Tore

Doch nach dem Seitenwechsel waren es die Schalksmühler, die plötzlich auch Schwächen zeigten. Nach 45 Minuten betrug der Rückstand der Gastgeber, die durch Dominik Domaschk immer wieder herangebracht wurden, nur noch vier Treffer (18:22). Weil die Gäste in Unterzahl ihren Torhüter gegen einen Feldspieler ausgewechselt hatten und Frederik Kowalski innerhalb kurzer Zeit zwei Bälle in leere Tor der Gäste warf. SG-Trainer Neff sah die Notwendigkeit zur Auszeit, die Grünweißen und ihre lautstarken Fans hofften auf eine endgültige Wende. Auf dem Feld war es ohnehin emotionaler geworden, etwa als Yannick Eckervogt und SG-Torhüter Nicholas Plessers aneinanderieten und Zweiminutenstrafen erhielten (42.).

Die Abwehr gewinnt das Spiel

Für Plessers war Ante Vukas gekommen, der nun einige Volmetaler Torchancen entschärfte. Auf der anderen Seite trafen Natko Merhar und Brüning je dreimal, beim 19:26 (53.) war der Gäste-Vorsprung wieder deutlich. Früh versuchten es Stuhldreher und Maruska mit komplett offener Deckung, die Volmetaler konnten aber nur noch ein wenig verkürzen.

„Wir haben sofort klargemacht, dass wir gewinnen wollten“, freute sich SG-Coach Neff über den deutlichen Sieg an alter Wirkungsstätte: „Wir haben mit unserer guten Abwehr das Spiel gewonnen.“ Die fehlende Körpersprache seiner Spieler bemängelte wiederum Maruska, nach der Pause habe seine Mannschaft die Abwehrarbeit ganz vergessen: „Doch wenn du drei Wochen mit einer durch Verletzungen geschwächten Mannschaft trainieren musst, dann ist das keine gute Vorbereitung.“

Immerhin hatte die Derby-Niederlage für die Gastgeber in der Tabelle keine Auswirkungen, da die Keller-Teams aus Menden, Korschenbroich und Lemgo ihre Spiele ebenfalls verloren.