3 Fragen an… unseren Trainer Michael Wolf. „Der Teamgeist wird am Samstag entscheidend sein!“

3 Fragen an….
… unseren Trainer Michael Wolf.
„Der Teamgeist wird am Samstag entscheidend sein!“

Jens Schilling:
Hallo Michael. Die Ergebnisse nach der kurzen Weihnachtspause waren wahrscheinlich wie zu erwarten. Nach der Niederlage beim TuS Ferndorf gab es den wichtigen Heimsieg gegen den TV Korschenbroich. Nun die deutliche Niederlage in Leichlingen? Ein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt?

Michael Wolf:
„Die Entwicklung ist durchaus absehbar gewesen. Das wir gegen Ferndorf nicht unbedingt etwas vom Teller ziehen konnten, war uns von vornherein bewusst. Im Spiel gegen Korschenbroich haben wir wirklich eine sehr gute Leistung abgerufen. Wenn selbst ein Frank Lorenzet, der Trainer von Leichlingen uns da lobt, dann kann man davon ausgehen, dass das keine subjektive Einschätzung von uns ist. Das war auch wirklich sehr wichtig, insbesondere wenn man sieht, dass Korschenbroich eine Woche später gegen Menden gewinnt. Hier kann man ungefähr einschätzen wie diese Leistung gegen Korschenbroich zu bewerten ist. Gegen den Leichlinger TV kamen sicherlich viele unglückliche Umstände zusammen. Zuerst waren die Jungs unfassbar motiviert, weil sie in diesem Jahr noch kein Spiel absolviert hatten und Mathis Stecken im Tor der Rheinländer hatte auch einen hervorragenden Tag erwischt. Für uns ausschlaggebend war sicherlich die Verletzung von Philipp Dommermuth direkt am Anfang. Das hat uns verunsichert, besonders in der Deckung. Im Angriff haben wir zu überhastet abgeschlossen. Davor hatten wir in den Trainingseinheiten mehrfach gewarnt. Doch so etwas bekommt man dann im Spiel sehr schlecht auf der Platte umgesetzt. So kommt es dann am Ende zu dieser Niederlage, die meiner Ansicht nach, aber 4-5 Tore zu hoch ausgefallen ist.

J.S.:
Die schwere Verletzung von Philipp reißt natürlich ein Loch in die Mannschaft. Sein Namensvetter Philipp Brüggemann ist momentan auch angeschlagen. Wie wollt Ihr das wichtige Spiel gegen unseren direkten Konkurrenten Ahlen am Samstag angehen?

M.W.:
Natürlich hat die Verletzung von Philipp bei uns einen Schockzustand ausgelöst. Wir haben am Sonntag noch nicht mit der Schwere der Verletzung gerechnet. Als wir dann in der Nacht von Sonntag auf Montag die traurige Diagnose bekamen, haben wir am Montag morgen natürlich sofort eine Telefonkonferenz gestartet und uns ausgetauscht. Wir haben über Alternativen nachgedacht die uns zwei bis vier Spiele im Deckungsbereich weiterhelfen könnten, haben aber leider schnell gemerkt, dass diese Überlegungen keinen Erfolg gebracht haben. Die Spieler die in Frage gekommen wären, waren leider alle beruflich, familiär oder sportlich zu eingespannt. Wir haben uns deshalb dazu entschieden, als Mannschaft noch enger zusammenzurücken. Wir wollen jetzt das Potential unserer Jungs etwas umstrukturieren und uns das Eine oder Andere in dieser Woche zusätzlich erarbeiten. Ich glaube darüber hinaus, wird der Teamgeist und das absolute Wollen am Samstagabend gegen Ahlen den Ausschlag geben.

J.S.:
Zeitgleich zum Spiel in der 3. Handball Liga-West am Samstag gegen die Ahlener SG läuft in Hombruch das Spitzenspiel der Reserve in der Landesliga. Gerade jetzt müssen wir aber in der #Handballhölle noch enger mit der Mannschaft zusammenrücken. Was erhoffst Du Dir von der Mannschaft und den Fans für das Spiel?

M.W.:
Du sagst es! Gerade jetzt müssen Mannschaft und Fans noch enger zusammenrücken. Die Mannschaft muss die Leidenschaft und den unbedingten Willen zum Sieg auf die Tribüne übertragen. Dann bin ich der festen Überzeugung, dass wir wieder eine Handballhölle im Volmetal erzeugen können. Gerade diese frenetische Zuschauerresonanz hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Erfolge zustande kamen. Es wäre natürlich super, wenn wir dieses Zusammenspiel mit der Tribüne am Samstag aufleben lassen können. Trotz der Abwesenheit der zweiten Mannschaft und einiger Zuschauer die dieses Spiel verfolgen wollen, hoffen die Jungs und wir vom Trainerstab auf genügend Zuschauer in der Halle die uns nach vorne peitschen. Wir brauchen die Handballhöllen-Atmosphäre am Wochenende.

J.S. Danke Michael für das Gespräch.
Anwurf der Partie gegen Ahlen ist um 1945h.
Foto: Chris Neuhaus​