Die Domaschk-Brüder. Seit vielen Jahren im Verein gehören sie zu den Leistungsträgern. Im Interview erzählen Sie uns, warum die Eltern froh sind, dass beide in der gleichen Mannschaft spielen.

Die „Domaschk-Brüder“! Seit vielen Jahren sind Dominik und Dennis bei uns im Verein und gehören zu den Leistungsträgern.
Sie haben alle Aufstiege bis in die 3.Handball-Liga mitgemacht.
Zeit für uns einmal >Danke< zu sagen und beide zum „Brüder-Interview“ zu bitten.
 
Jens Schilling:
Ihr beiden seid schon viele Jahre im Verein. Habt die Erfolgsgeschichte bis in die 3. Liga hautnah miterlebt. Was macht Eurer Meinung nach den Verein so besonders?
 
Dominik Domaschk:
„Das wir jetzt das dritte Jahr hintereinander in der 3. Liga spielen ist schon eine kleine Sensation. Als kleiner Dorfverein hat man natürlich geringere Möglichkeiten als die „Großen“ etablierten. Uns macht besonders den Zusammenhalt, sowohl in der Mannschaft, als auch im ganzen Verein, aus. Wenn ich sehe wieviele Ehrenamtliche Helfer beispielsweise beim Heimspiel aktiv sind, ist das wirklich unglaublich und einzigartig. Dass soviele Freiwillige ihre Freizeit opfern um uns als Mannschaft zu helfen, gebührt den größten Respekt.“
Dennis Domaschk:
„Was den Tus Volmetal besonders macht ist das besondere Umfeld samt der ganzen Leute, die dazu gehören. Auch wenn ich außer in der Jugend bei noch keinem anderen Verein gespielt habe möchte ich behaupten, dass man auf diesem Niveau keinen anderen findet, in dem so ein familiäres Umfeld herscht. Man kennt so ziemlich jeden Menschen den man in der Halle trifft persönlich und viele gehören oder gehörten auch schon vorher zum Freundeskreis. Die Stimmung bei den Heimspielen oder auch Auswärtsspielen bei denen oftmals mehr als nur ein Bus eingesetzt wurde ist unglaublich und hat auch schon bei so manchem Sieg seinen Teil dazu beigetragen. Hierfür großen Dank an die Fans!“
 
JS:
Wie ist es mit seinem Bruder in einer Mannschaft zu spielen? Über Jahre hinaus auf konstantem hohen Niveau?
 
Dominik:
„Es ist schon etwas besonderes auf so einem Niveau mit seinem Bruder zusammen zu spielen. Wenn wir zuhause sind, ist Handball natürlich Gesprächsthema Nummer 1. 
Da wir beide auch schon länger im Verein sind, hat sich ein ähnlicher Freundeskreis entwickelt, mit dem wir öfter auch gemeinsam was unternehmen.“
Dennis:
„Ich würde lügen, wenn ich sage, dass Bommel und ich uns früher nie zu Hause gezofft haben! Mittlerweile haben wir aber ein sehr gutes Verhältnis was meiner Meinung nach auch durch unser gemeinsames Hobby gekommen ist. Durch den Handball haben wir teilweise natürlich auch den gleichen Freundeskreis und unternehmen auch außerhalb des Tus Volmetal oder Familienfeiern Dinge zusammen. Außerdem ist es so auch für unsere Eltern einfacher zu entscheiden bei welchem Spiel sie gucken gehen als wenn, wir nicht zusammen spielen würden.“
 
JS:
Es geht viel Freizeit mit den Trainingseinheiten und Spielen am Wochenende verloren. Besonders in den Vorbereitungsphasen bleibt wenig Zeit für andere Dinge. Wie lässt sich diese Professionalität mit den beruflichen und privaten Sachen verbinden? Bleibt nicht zu viel Privatleben auf der Strecke?
 
Dominik:
„Es ist natürlich schon schwierig alles unter einen Hut zu kriegen. Von der Uni zur Arbeit und von da direkt zum Training. So sehen viele meiner Tage aus und es bleibt wenig Zeit für andere Dinge. So manche Familienfeier oder Verabredung musste schon abgesagt werden weil ich zum Training oder Spiel musste.
Aber dass ist einem natürlich auch schon vor der Saison bewusst, denn man geht auch eine Verpflichtung gegenüber dem Verein und der Mannschaft ein. Da muss man dann wirklich 100% hinter stehen und das mache ich gerne!
Dadurch dass meine Freundin auch Handball spielt, hat sie auch Verständnis für den Zeitanspruch den mein Hobby mit sich bringt. Wir unterstützen uns dabei gegenseitig, dass macht vieles leichter. Auch wenn wir dann so manches Wochenende nur in Handballhallen verbringen.“
Dennis:
„Das Hobby Handball und speziell auf dem Niveau wo wir uns befinden nimmt natürlich einen großen Teil der Freizeit ein. Neben meinen Arbeitskollegen und meiner Freundin sieht mich wohl fast keiner so oft in der Woche wie die Mannschaft. Klar ist es auch speziell in der Vorbereitung schwierig alles unter einen Hut zu bekommen. Morgens bis Nachmittags arbeiten kurz nach Hause Tasche packen und ab in die Halle. Hierbei kommt mir der kurze Weg zur Sporthalle natürlich entgegen. Das Wichtigste hierbei ist, dass sein Umfeld einen beim Hobby Handball unterstützt und Verständnis für den Zeitanspruch hat sonst geht das alles nicht. Meine Freundin ist selber im Reitsport aktiv, auch ein Hobby was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Daher können wir uns gegenseitig gut verstehen und versuchen die nicht vorhandene Zeit in der Wochen an den freien Tagen am Wochenende nachzuholen.“
 
JS:
Wie seht Ihr beiden den bisherigen Saisonverlauf?
 
Dominik:
„Wir hatten vor der Saison schon einen großen Umbruch. Dadurch, dass wir ohne Linkshänder auf Halb rechts spielen, ist es für uns alle ein völlig anderes Spiel. Dadurch läuft der Angriff teilweise noch etwas unrund, wobei wir da trotzdem unsere Tore gemacht haben. 
In der Deckung müssen wir uns stabilisieren, so wie wir es in den letzten 15 Minuten gegen Menden gezeigt haben.
Allgemein kann man sagen dass 4:6 Punkte natürlich nicht schlecht sind, aber auch mehr drin gewesen wäre. Gegen Leichlingen waren wir auf Augenhöhe, da hat uns einfach die Cleverness gefehlt. Beim Spiel gegen Ahlen hatten wir leider als Mannschaft einen gebrauchten Tag. 
Wir müssen an unserer Konstanz arbeiten und in manchen Situationen abgezockter sein, dann bin ich guter Dinge, dass wir die Saison positiv gestalten können.“
Dennis:
„Unsere Leistungen in den bisher gespielten Partien sind leider noch sehr schwankend. Wir mussten viele neue Spieler integrieren, was meiner Meinung nach sehr gut funktioniert hat. Dennoch müssen sich die Laufwege und Verhaltensweisen in Abwehr und Angriff besser automatisieren. Daher und auch weil wir bisher noch zu viele Undiszipliniertheiten im Spiel hatten konnten wir über die gesamte Spielzeit noch keine konstant guten Leistungen abrufen. Immer wenn wir uns an den vorbereiteten Plan fürs Spiel gehalten haben waren wir erfolgreich und können dann auch mit vielen Mannschaften dieser Liga mithalten. Nichtsdestotrotz sind wir auf einem guten Weg um das Projekt Klassenerhalt zu schaffen und werden weiterhin hart trainieren um tolle Spiele mit der grandiosen Stimmung unserer Fans gemeinsam zu erleben!
 
Jens Schilling:
Vielen Dank Euch beiden für dieses Interview und viel Erfolg am Samstag Abend ab 1945h im Heimspiel gegen die Bergischen Panther.