3. Liga: „Der Punkt wird vielleicht am Ende noch einmal wichtig, auch wenn uns zwei natürlich gut getan hätten.“ Der Spielbericht aus der Westfalenpost.

Team Handball Lippe II – TuS Volmetal 29:29 (HZ 14:16)
Ausgleich in der letzten Sekunde bringt uns um den Sieg

AUGUSTDORF/HAGEN.
Handball-Drittligist TuS Volmetal gibt in letzter Sekunde einen Sieg noch aus der Hand, muss sich mit dem 29:29 in Augustdorf begnügen.

Sie sanken zu Boden, zogen die Trikots über den Kopf, fassten sich entsetzt an die Stirn. Die Spieler von Handball-Drittligist TuS Volmetal konnten nicht fassen, dass ihnen in der Augustdorfer Witex-Halle der zweite Saisonsieg in letzter Sekunde noch aus der Hand gerissen worden war. Mit der Sirene traf Linus Geis zum 29:29 (14:16)-Ausgleich für die Gastgeber vom Team HandbALL (Augustdorf-Lemgo-Lippe) Lippe II gegen die lange führenden Volmetaler. „Ein Sonntagswurf“, bedauerte TuS-Trainer Christoph Ibisch, „den hätten wir gar nicht mehr zulassen dürfen.“

Acht Sekunden zuvor hatten sich die Gäste über den vermeintlichen Siegtreffer von Frederik Kowalski gefreut, der nach schönem Anspiel von Kevin Herzog an den Kreis zum 29:28 für den TuS getroffen hatte. Doch statt im Anschluss die Gastgeber nachhaltig zu stören, ließ man diese kurz kombinieren – und Geis werfen. „Wir waren zu ungeordnet im Rückzug“, kritisierte Ibisch, von einer „gefühlten Niederlage“ wollte er aber nicht sprechen: „Der Punkt wird vielleicht am Ende noch einmal wichtig, auch wenn uns zwei natürlich gut getan hätten.“

Nach schwächerer Anfangsphase (3:5, 12. Minute) schienen die Volmetaler dazu schon in der ersten Hälfte auf gutem Weg. Beim 9:7 durch Jan König (20.) führten sie, auch die Disqualifikation von Philipp Dommermuth (Ibisch: „Da fehlte mir das Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter, zwei Minuten hätten auch gereicht“) brachte sie nicht nachhaltig aus dem Rhythmus. Auf 11:7 durch Herzog (22.) setzte man sich ab, der Vorsprung hatte bis zu Kowalskis 16:12 (29.) Bestand. Bis zur Pause verkürzte das Team Lippe aber nach zwei Gäste-Fehlern noch auf 16:14, zum Verdruss Ibischs. „Da stellen wir uns nicht clever genug an und fallen in alte Muster zurück“, bedauerte der TuS-Coach. „Kurz vor der Pause kriegen wir immer komische Gegentore.“

Beim 28:25 noch deutlich vorn

Nach dem Wechsel glichen die Gastgeber aus, lagen beim 18:19 (39.) durch Maxim Schalles sogar kurz vorn. Dann indes dominierten wieder die Volmetaler, schienen beim 23:20 (45.), 27:23 (51.) und auch 28:25 (56.) durch Roman Warland noch auf der Siegerstraße. Doch dann verpassten Herzog und Warland, das Team Lippe glich zum 28:28 47 Sekunden vor dem Ende aus. Und hatte auch auf Kowalskis vermeintlichen Siegtreffer noch eine Antwort. „Trotzdem haben wir uns wieder einen Schritt weiterentwickelt“, betonte Ibisch – und setzt nun auf die Pause am nächsten Wochenende: „In zwei Wochen sind wir vielleicht endlich mal wieder komplett.“

TuS Volmetal: Treude, Quick; Kowalski (5), Warland (3), Müller, König (10/5), Dennis Domaschk, Polakovs 81), Rinus, Blümel (1), Herzog (5), Heidemann (2), Dommermuth (2). Haupttorschützen Lippe: Rose (6), Schalles (11/7), Schmidt (4).

Quelle: Westfalenpost Hagen Lokalsport

Foto: T. Lichtenberg