Der Spielbericht aus der Westfalenpost. „Wir müssen einfach konsequenter werden,“ so Ibisch.

Der Spielbericht aus der Westfalenpost.

TuS Volmetal – SG Menden Sauerland Wölfe
27:27 (HZ 12:12).

Im Derby der 3. Handball Liga-West musste sich der TuS Volmetal ganz knapp mit 26:27 (11:12) gegen die SG Menden Sauerland Wölfe geschlagen geben.
Die Stimmung hielt, was sie im Vorfeld versprochen hatte. Das Spiel tat es auch, allerdings mit dem schlechteren Ausgang für Gastgeber TuS Volmetal. Im Derby der 3. Handball-Liga mussten sich die Schützlinge von TuS-Trainer Christoph Ibisch ganz knapp mit 26:27 (11:12) gegen die SG Menden Sauerland Wölfe geschlagen geben. „Wir müssen konsequenter werden“, befand ein frustrierter Volmetaler Coach nach dem Abpfiff vor 350 Zuschauern und ergänzte: „Da müssen sich einige auch mehr disziplinieren.“ In der Tabelle fielen die Volmetaler auf den vorletzten Platz zurück, weil Aufsteiger MTV Großenheidorn den VfL Gummersbach II mit 25:24 besiegte.

Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie wollten die Volmetaler vor eigenem Publikum wieder für ein Erfolgserlebnis kämpfen. Doch schon in der Anfangsphase kam der Schock: Menden zog zum 0:5 (7. Minute) davon. „Da waren wir vielleicht übermotiviert“, fand TuS-Trainer Ibisch auch nach der Partie noch keine richtige Erklärung für den verschlafenen Start der Hausherren und ergänzte: „Dem Rückstand sind wir im Endeffekt die ganze Zeit hinterher gelaufen.“

Acht Minuten ohne Tor
Erst Jan König konnte für den ersten Treffer sorgen (8.), der die Aufholjagd der Grün-Weißen einläuten sollte. „Aus meiner Sicht hätten wir bis zur Halbzeit mindestens den Ausgleich haben sollen, wenn nicht sogar die Führung“, war sich Ibisch sicher. Doch unnötige Hektik im Spielaufbau gepaart mit vergebenen Chancen führten allerdings dazu, dass Menden sich mit einem knappen 12:11-Vorsprung in die Halbzeit verabschieden konnte. „Da hatten wir teilweise auch ein wenig Pech, wenn man beispielsweise den Lattentreffer von Jan König in der zwölften Minute sieht“, haderte der TuS-Trainer mit der eigenen Ausbeute. Und auch die Leistung des Schiedsrichter-Gespanns Johannes Marchlewitz und Christian Stadtmüller sprach nicht immer für die Hausherren, viel mehr verliehen diese der Partie zum Teil eine eigene Hektik, mit der die TuS-Spieler nicht immer umzugehen wussten.

Nach der Halbzeit konnten die Hausherren dann zum ersten und einzigen Mal in der Partie ausgleichen, Kevin Herzog erzielte das 12:12 (33.). Doch die Mendener um Trainer Micky Reiners konnten sich in Durchgang zwei vor allem auf Joshua Krechel und Sebastian Loos verlassen, während die Gastgeber nicht näher als 18:19 (46.) herankommen konnten. Auch Torwart Manuel Treude, der nach überstandener Verletzung in der 46. Minute seine Rückkehr zwischen die Pfosten feierte, konnte einen Viertore-Lauf der Sauerland Wölfe in der 51. Minute nicht verhindern, der scheinbar schon die Niederlage besiegelte. Zudem verletzte sich Volmetals Halblinker Dominik Domaschk noch am Ellbogen (55.) und musste die verbleibenden Minuten von der Bank aus verfolgen.

Herzog verpasst Ausgleich
Doch die Hausherren kämpften sich noch einmal heran, Herzog und König verkürzten auf 26:27 (59.), 15 Sekunden vor dem Abpfiff nahm TuS-Trainer Ibisch noch einmal eine Auszeit. Im folgenden Angriff verpasste Herzog allerdings den möglichen Ausgleichstreffer. Immerhin – nach der vierten Niederlage in Serie sah Coach Ibisch „eine Steigerung zu den letzten Partien“. Was dem TuS nun noch fehlt, ist das Erfolgserlebnis. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am nächsten Samstag, wenn die Volmetaler bei der Ahlener SG gastieren.

TuS Volmetal:
Quick (1.-46.), Treude (46.-60.), Maiss (bei einem Siebenmeter); König (10/4), Dommermuth (4), Blümel, Heidemann (je 3), Herzog, Dominik Domaschk (je 2), Kowalski, Polakovs (je 1), Schlotmann, Faeseke, Dennis Domaschk.

SG Menden Sauerland Wölfe:
Weber, Krause; Butzek, Zimny (3), Eigenbrodt (5), Spannekrebs, Giacuzzo, Weissbach 8/2), Loos 8/5), Krechel (3), Dudzak (2), Vornholt (3), Wefing, Schoesse (4/4).

Text: Westfalenpost Hagen Lokalsport
Fotos: Dieter Dröge