Der Spielbericht aus der Westfalenpost zum Auswärtsspiel in Varel.

Der Spielbericht aus der Westfalenpost Hagen. 

Knapp 300 Kilometer weist die Route zwischen der Sporthalle Volmetal und der im friesischen Varel aus – 300 Kilometer, die sich der Handball-Drittligist TuS Volmetal am Samstag hätte schenken können. Beim bis dahin punktlosen Schlusslicht SG VTB/Altjührden ging die Mannschaft von Trainer Christoph Ibisch 19: 31 (10:14) baden.

Bei der Frage nach den Gründen für die Niederlage tat sich Ibisch ein wenig schwer, denn es ist auch nur schwer zu erklären, wieso die Volmetaler gerade in der zweiten Halbzeit so einbrachen. „Wir haben über das gesamte Spiel knapp 40 technische Fehler und Fehlwürfe produziert“, fasste der TuS-Trainer das Geschehene zusammen. Und damit traf er den Nagel genau auf den Kopf

Nur zu Beginn kam seine Mannschaft vor allem über das Zusammenspiel mit dem Kreis und dem dynamischen Jan König zu Toren. Doch die Gastgeber stellten sich in der Folge immer besser auf diese Achse ein, zudem kam der Vareler Lukas Kalafut gegen Mitte der ersten Halbzeit richtig in Fahrt.

Defensive viel zu passiv

Der unter der Woche vom Zweitligisten Wilhelmshaven verpflichtete Rückraum-Linke brachte die ohnehin schon stimmungsvolle Manfred-Schmidt-Sporthalle nach einer Viertelstunde fast zum Überlaufen, als er mit seinem Treffer zum 5:4 für die Führung der Norddeutschen sorgte. Der ehemalige slowakische Nationalspieler hatte aber wie seine Mitspieler nur selten ernsthaft gegen
Bedrängnis aus der Volmetaler Hintermannschaft zu kämpfen. „Wir haben uns immer wieder hinten reindrücken lassen“, sagt Christoph Ibisch. Dennoch hielt sein Team vorerst mit, erst die bereits angesprochenen technischen Fehler und Fehlpässe sorgten für einen ersten Zwischenspurt der Vareler zum 14:10.

Wer auf Seiten der Volmetaler nun auf eine starke zweite Hälfte hoffte, wurde direkt zu Wiederbeginn enttäuscht. Weiter sorgten einige Fehler auf Seiten des TuS dafür, dass die Gastgeber zu Anfang des zweiten Spielabschnitts einen 5:1-Lauf hinlegten, der die Vorentscheidung bedeuten sollte.

Zwar gab sich die Ibisch-Sieben in der Folge nicht auf, dennoch fehlte an diesem Tag ein wenig die Spritzigkeit und geistige Frische, um dem euphorisierten Gegner Paroli bieten zu können. „Ich hatte das Gefühl, dass uns die lange Fahrt nicht bekommen ist“, so Ibisch nach dem Spiel. Die einzige positive Nachricht für den TuS aus Varel ist die Rückkehr nach Verletzung von Kevin Herzog.

Quelle: Westfalenpost Hagen Lokalsport Fabian Vogel.