Keine Wiedergutmachung nach dem Auftritt an der Nordsee. Der Spielbericht aus der 3. Liga von der Westfalenpost.

Unter dem Motto Wiedergutmachung stand das Spiel des Handball-Drittligisten TuS Volmetal gegen die HSG Krefeld am ungewohnten Sonntagabend. Wiedergutmachung für die deutliche Niederlage aus der Vorwoche. Doch davon kann nach der deutlichen 18:34 (8:20)-Pleite keine Rede sein.

Philipp Dommermuth schaffte mit seinem Tor zum 1:1 etwas, was den Volmetaler in der Folge nicht mehr gelingen sollte – nämlich das Spiel auszugleichen. Die ambitionierten Krefelder ließen von Beginn an keine große Spannung in der mit rund 400 Zuschauern besuchten Sporthalle in Dahl aufkommen. Das lag zum einen an dem souveränen Auftritt der Gäste, zum anderen aber auch an der schwachen Vorstellung der Gastgeber. Zwölf technische Fehler leisteten sich die indisponierten Volmetaler alleine im ersten Durchgang. Zu oft wurde der Pass an den Kreis gesucht, zu selten schafften es die Schützlinge von Trainer Christoph Ibisch, sich im Zweikampf durchzusetz

Auf der Gegenseite bestraften die Krefelder jeden Fehler des TuS gnadenlos und umgehend per Tempogegenstoß, so dass einem der bis dato gut aufgelegte Sidney Quick im Tor der Volmetaler leid tun konnte. „Wir sind da einfach zu undiszipliniert und halten uns nicht an das, was wir uns im Vorfeld vornehmen“, sagte Christoph Ibisch nach der Partie. 4:11 stand es, als er die erste Auszeit nahm, nur fünf Minuten später gab Ibisch die grüne Karte wieder beim Zeitnehmer ab. Da stand es 4:15 und spätestens nun war jedem Zuschauer klar, dass es aus Volmetaler Sicht einzig und allein um Schadensbegrenzung gehen konnte.

Bis zur Pause gelang das ein wenig, im zweiten Spielabschnitt dann schon eher. Der Rückstand pendelte sich bei zwölf Toren ein, gerade der anfangs fehlerbehaftet spielende Jan König kam besser in die Partie – auch, weil die Krefelder merklich einen bis zwei Gänge runtergeschaltet hatten. Wo Volmetal aber für jeden guten Abschluss hart arbeiten mussten, kamen die Gäste über Gentges und den starken Kevin Christopher Brüren leicht zu ihren Toren.

Volmetal fehlt aktuell die Frische

„Bei uns kommen auf eine gute Aktion im Moment fünf schlechte. Eine Mannschaft wie Krefeld bestraft das natürlich“, so ein gefasst wirkender Trainer Ibisch. Seinen Spieler fehle es aktuell ein wenig an der Frische bemerkte er weiter, was aufgrund der immer noch äußerst strapazierten Personallage auch erklärbar ist.

TuS Volmetal: Quick (1.-24.), Maiss (24.-60.); König (8/2), Dommermuth (5), Blümel (2), Dominik Domaschk (2), Rinus (1), Schlotmann, Kowalski, Fäseke, Dennis Domaschk, Herzog, Heidemann.

Quelle: Fabian Vogel Westfalenpost Hagen Lokalsport

Foto: Dieter Dröge