Mit 6:1-Serie zurrt der Neusser HV den Sieg beim TuS Volmetal fest

TuS Volmetal – Neusser HV  23:27 (15:14)

Hagen. Handball-Drittligist TuS Volmetal hat den Anschluss an das Mittelfeld der Liga nicht geschafft. In einem guten und spannenden Spiel verloren die Schützlinge von Rob de Pijper gegen den bisherigen Spitzenreiter Neusser HV mit 23:27. Zur Pause führten die Volmetaler vor 400 Zuschauern noch mit 15:14.

Den besseren Start in der Sporthalle Volmetal hatte der gastgebende TuS, der dank einer guten Abwehrarbeit in der 20. Minute mit 12:8 in Führung lag. Sehr zur Freude der Volmetaler Fans, die einmal mehr wie eine Mauer hinter ihrem Team standen. Doch das allein reichte nicht. Geschwächt durch Zeitstrafen gegen Kevin Herzog und Yannick Eckervogt konnten die Gäste vom Niederrhein ihren Rückstand bis zur 23. Minute auf 11:12 verkürzen. Die Schiedsrichter zogen sich immer häufiger den Zorn der Volmetaler Fans zu.

Auch nach dem Seitenwechsel war Volmetal zunächst mit dem Tabellenführer auf Augenhöhe. Gespielt waren 43 Minuten, als Yannick Eckervogt mit seinem dritten Treffer den Ausgleich zum 19:19 erzielte.

Aber in den nächsten zehn Minuten zurrten die Gäste den Sieg mit einer 6:1-Serie fest. Drei seiner vier Treffer erzielte der Neusser Brian Gipperich in dieser Phase. Die letzten zehn Spielminuten konnten die Volmetaler mit 3:4 fast ausgeglichen gestalten. Ein schwacher Trost, weil die Punkte am Ende an den Niederrhein gingen. Nicht zuletzt ein Verdienst des Neusser Torhüters Vladimir Bozic, dessen starke Paraden ein großer Rückhalt für das Gästeteam waren.
„Zwei Punkte gegen starken Gegner“

Ceven Klatt, Trainer des Tabellenführers, war sichtlich erleichtert über den doppelten Punktgewinn. „Wir freuen uns über die zwei Punkte gegen einen starken Gegner“, gab er zu. Volmetals Coach Rob de Pijper fand trotz der Niederlage auch ein Lob für seine Truppe: „Wir haben super gespielt und Neuss lange geärgert.“ Um zu ergänzen: „Vielleicht hat der Mannschaft der Glaube an den Sieg gefehlt.“

Die Benotung für die Leistung der Schiedsrichter war sachlich. „Mit deren Leistungen kann ich mich nicht anfreunden“, so der Niederländer.

TuS Volmetal: Quick (1.-45), Treude (46.-60.); Schliepkorte (3), Frederik Kowalski (2), Kaufmann (2), Kirsch, Dommermuth, Sackmann (2), Dominik Domaschk (2), Dennis Domaschk, Brockhaus (1), Kersebaum, Herzog (8/5), Eckervogt (3). – Topwerfer Neuss: Pankofer (10/4), Handschke (5), Gipperich (4)