TuS Volmetal nutzt am Ende gegen Longerich das Momentum nicht. Der Spielbericht aus der WP.

HAGEN.   Nach drei Siegen in Serie kassieren die Drittliga-Handballer des TuS Volmetal gegen Longerich vermeidbare Niederlage.

Jonas Heidemann fängt einen Pass des Gegners ab, läuft alleine auf das Tor des Longericher SC zu – und vertändelt den Ball. Eine Szene, die im Nachhinein als mitentscheidend für die erste Niederlage des Handball-Drittligisten TuS Volmetal seit einem Monat ist – denn viel hat nicht gefehlt, um auch das vierte Spiel in Serie für sich zu entscheiden. Am Ende stand aber eine 22:27 (13:14)-Niederlage für das Team von Trainer Christoph Ibisch.

Und es war eine unnötige, eine vermeidbare Niederlage. „Wir haben einfach die paar Fehler mehr gemacht als der Gegner“, fasste Ibisch dass zusammen, was seiner Mannschaft im Heimspiel gegen Longerich am Samstag um den Sieg brachte. Wie in den vergangenen drei Partien ließ Volmetal wieder gute Gelegenheiten liegen, gerade in Anbetracht des Aufwands, den der TuS betrieb, eine besonders ärgerliche Tatsache. 

Den Grund für diesen besonders zu betreibenden Aufwand hatten sich die Grün-Weißen allerdings auch selbst zu zuschreiben. Ganze sieben Minuten hatte es gedauert, ehe Spielmacher Jan König per Strafwurf für den ersten Treffer der „Taler“ sorgte, Longerich hatte sich bis dahin schon mit vier Treffern ein erstes Polster herausgeworfen. Insgesamt lag gerade in diesen ersten Minuten zu viel Verantwortung in der Volmetaler Offensive auf den Schultern eines Spielers. „Das war ein bisschen zu viel für Jan, das haben wir in den vergangenen Wochen besser hinbekommen“, sagte Ibisch. Gemeint war Jan König, der zu Beginn der Partie vieles versuchte und dem auch vieles gelang – nur bekam er von seinen Mitspielern anfangs nur wenig Unterstützung.

Das sollte sich im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit allerdings ändern. Über 3:8 und 6:12 war der Rückstand inzwischen angewachsen, bis die Volmetaler die Kontrolle des Spiels an sich rissen. Nun gab der TuS den Ton in einer immer hitziger werdenden Partie an und holte Tor um Tor auf. Bis zur Pause war der Rückstand beinahe egalisiert, mit 13:14 ging es in die Kabinen und das Gros der rund 300 Zuschauer war guten Mutes, dass ihr Team in der zweiten Halbzeit so weitermachen würde.

Am Ende läuft der TuS hinterher

Tat es auch zuerst, denn Jan König konnte mit dem ersten Angriff der zweiten 30 Minuten für den Ausgleich sorgen. Doch irgendwie ging der Mannschaft von Christoph Ibisch in der Folge der Faden wieder ein wenig verloren, auch wenn es weiterhin eng blieb, liefen die Volmetaler nun immer wieder einem Rückstand hinterher. Ein Grund waren die teils fahrlässig ausgelassenen Chancen, ein anderer waren Unkonzentriertheiten wie eben die von Heidemann. Der Rechtsaußen bot eine starke Partie, war aber wie seine Mannschaftskollegen in den entscheidenden Situationen unglücklich. „Da haben wir es verpasst, das Momentum komplett auf unsere Seite zu ziehen“, ärgerte sich Ibisch im Nachgang. 

Vier Minuten vor Spielende markierte der weiter formstarke Kevin Herzog dennoch den erneuten Anschluss, in den folgenden Angriffen aber gelang im Angriff kaum noch etwas. Longerich hingegen hatte nun eine starke Phase und schloss seine Angriffe erfolgreich ab. „Am Ende fällt das Ergebnis zu hoch aus, wir mussten aber noch einmal etwas versuchen“, fasste Ibisch die letzten Minuten zusammen. So setzte es nach zuletzt wichtigen Siegen im Kampf um den Klassenerhalt eine vermeidbare Pleite zum Abschluss der Hinrunde.
Quelle: Westfalenpost Hagen Lokalsport
Fotos: T. Lichtenberg und Dieter Dröge