Wahnsinn! Was ein Handballdrama! Klassenerhalt in der letzten Sekunde durch Romanov. 21:20 gegen den OHV Aurich. Weiter geht der wilde Ritt in der #dhb_liga3

TuS Volmetal – OHV Aurich 21:20 (HZ 12:13)
Michael Romanov trifft mit der Schlusssirene.

Was für ein irres Handball-Drama! In den letzten sechs Sekunden schafft der TuS Volmetal die Wende zum 21:20-Sieg gegen Aurich und dem Ligaerhalt

Was für ein irres Handball-Drama! Sieben Sekunden vor der letzten Sirene der Saison in der Dahler Sporthalle war Handball-Drittligist TuS Volmetal dem Abstieg ganz nahe, dann schaffte man noch ein unglaubliches Comeback: Philipp Dommermuth glich zum 20:20 gegen Tabellenachbar OHV Aurich aus, ehe Michael Romanov noch einmal den Ball stiebitzte und von weit draußen mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer zum 21:20 (12:13) für die Gastgeber erzielte. Was auf dem Feld und den Rängen für eine schiere Explosion der ungezügelten Freude sorgte, die Volmetaler haben damit am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert.

„Hier sind schon viele Wunder passiert, aber so eines habe ich noch nicht erlebt.“ Niklas Polakovs, offensiv im letzten Heimspiel die tragende Säule des Volmetaler Spiels, konnte sich an etliche Aufholjagden im TuS-Trikot erinnern. Ein solches Finale wie an diesem 28. April 2018 war indes auch für den 25-jährigen Rückraumspieler neu: „Dass man so ein Spiel noch dreht . . .“ Zuvor hatte Polakovs großen Anteil daran gehabt, dass die Volmetaler überhaupt noch eine Chance auf den überlebensnotwendigen Sieg erhielten. In einem Abstiegsdrama, in dem man beiden Mannschaften die große Nervosität anmerkte, sorgte er zunächst maßgeblich für die 9:5-Führung der Gastgeber (17. Minute). Und als Aurich vor allem dank des starken Torhüters Frederick Möhlmann aus dem 11:8 ein 12:13 machte und auch in der zweiten Hälfte – hier fielen in den ersten 15 Minuten ganze drei Tore – beim 16:17 (52.) vorn lag, fand zumindest Polakovs ab und an eine Lücke in der Gäste-Deckung.

Als indes die Auricher offen gegen ihn und Dominik Domaschk deckten, verloren die Volmetaler vollends den Offensiv-Rhythmus. Beim 18:20 durch einen Siebenmeter von Paul Jordan zwei Minuten vor dem Ende schien der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt, zumal auch Thomas Kersebaum wieder an Möhlmann scheiterte. Dann stellte TuS-Trainer Tim Schneider („Wir sind Risiko gegangen – und belohnt worden“) auf eine offene Deckung über das ganze Spielfeld um und griff mit dem siebten Feldspieler an – nun waren die Auricher irritiert. Zunächst nutzte Dennis Domaschk einen Ballgewinn seines Bruders zum 19:20, ein weiterer OHV-Fehler bot Dommermuth sechs Sekunden vor Schluss die Chance zum Ausgleich, die er nutzte. Und damit nicht genug, statt den Ball zum Siegtreffer ins noch leere Volmetaler Tor zu werfen, verlor Aurichs Michael Schröder den Ball an Romanov – erst in den letzten Minuten ins Spiel gekommen. Der tankte sich energisch durch, sah die ablaufende Spielzeit – und hämmerte die Kugel von weit jenseits des Scheinkreises gegen den überraschten Möhlmann ins Tornetz. Was einen Feier- und Sanges-Marathon der besonderen Art in Grün-Weiß zur Folge hatte, in der Halle am Volmewehr gab es kein Halten mehr. Und Polakovs befand bewegt: „Das ist ein ganz besonderer Tag und ein ganz besonderer Verein.“

TuS Volmetal: Treude; Kersebaum (1), Kowalski (2/1), Brüggemann, Romanov (1), Dominik Domaschk (3), Dennis Domaschk (2), Polakovs (9/3), Brockhaus, Herog (1/1), Dommermuth (2), Eckervogt.

Quelle: Westfalenpost Hagen Lokalsport

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