Was mit Willen und Einsatzbereitschaft möglich ist, zeigte der TuS in Gummersbach. Der Spielbericht aus der WP.

Der Spielbericht aus der Westfalenpost.

Gummersbach/Hagen. Was mit Willen und Einsatzbereitschaft möglich ist, zeigten die Drittliga-Handballer des TuS Volmetal am Samstagabend beim VfL Gummersbach II. Bei der Reserve des Bundesligisten holten die arg dezimierten Volmetaler ein überraschendes 27:27(13:15)-Remis. Verlass war dabei vor allem auf den 15-maligen Torschützen Jan König.

Der spielstarke Mittelmann war es auch, der dem TuS mit seinen beiden Treffern in der Schlussphase den Punktgewinn sicherte. Sein Trainer Christoph Ibisch tat sich nach der Partie schwer mit der Einordnung. „Im Vorfeld hätte ich den Punkt sofort unterschrieben, nach dem Spielverlauf hätten es durchaus auch mehr sein können“, sagt der in Gummersbach wohnhafte Übungsleiter der Volmetaler. Klar, die Freude über den Punkt im bergischen Land überwiegt, vor allem in Anbetracht der aktuellen Verletzungsproblematik.

In Gummersbach musste der TuS neben den im Vorfeld verletzten Warland, Treude, Polakovs und Herzog sowie den gesperrten Dommermuth auch auf Marvin Müller verzichten. Der Linkshänder knickte im Training um und wird aller Voraussicht nach ebenfalls eine mehrwöchige Pause einlegen müssen. Gerade einmal neun Feldspieler standen Ibisch in der Schwalbe-Arena zur Verfügung, diese machten ihre Sache aber hervorragend.

Lange Zeit diktierten die Gäste die Partie und lagen mit zwei bis drei Toren in Front. „Da haben wir sogar noch einige gute Gelegenheiten liegen gelassen, wir hätten auch mit vier oder fünf führen können“, fasst Ibisch die erste Halbzeit zusammen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts mehrten sich die Zwei-Minuten-Strafen beim TuS, Gummersbach wusste diese geschickt zu nutzen und übernahm die Führung. Die Volmetaler, angeführt vom überragenden König, kämpften sich zurück in die Begegnung und kamen kurz vor Schluss nach 25:27-Rückstand noch zu einem Unentschieden. Dabei machte neben König auch Sebastian Rinus eine gute Figur am Kreis. Nach der Roten Karte gegen den einzigen gelernten Kreisläufer Frederik Kowalski wegen dreier Zeitstrafen füllte Rinus die Position hervorragend aus. „Das war eine kämpferische Charakterleistung“, so Ibisch.

TuS Volmetal: Quick, Maiss (bei zwei 7m); König (15/8), Kowalski (4), Faeseke (3), Blümel (2), Schlotmann (1), Dennis. Domaschk (1), Heidemann (1), Rinus, Dominik Domaschk.

Foto: Thomas Lichtenberg