Durch einen 34:29-Erfolg gegen Gummersbach II überholt der TuS Volmetal die Bundesligareserve des VfL.
Michael Romanov trifft neunmal.
Der Spielbericht aus der Westfalenpost.
Wir müssen das Ruder herumreißen“, hatte Denis Bathijarevic, Trainer des Handball-Drittligisten VfL Gummersbach II, vor dem Gastspiel beim TuS Volmetal gefordert. Das gelang den Oberbergischen nicht. Nach Niederlagen gegen Leichlingen und in Ahlen verlor sein Team auch bei einer stark aufspielenden Volmetaler Mannschaft mit 29:34 (12:16) und wurde in der Tabelle aufgrund des Torverhältnisses von den Siegern, die auf Platz neun kletterten, überholt.
Allerdings geht es im unteren Mittelfeld ganz eng zu. Minden II und Gummersbach II sind punktgleich mit Volmetal, die Mendener Sauerland Wölfe und der OHV Aurich nur einen Punkt entfernt.
Die Volmetaler erwischten vor gut 300 Zuschauern den besseren Start (5:2, 12. Minute), aber beim 7:7 stellte Gummersbachs Toptorschütze Sebastian Schöneseiffen (13/5) erstmals den Ausgleich her. Auch zum 9:9 konnte der Rückraumspieler noch einmal egalisieren, diesmal per Siebenmeter. Es sollte der letzte Gleichstand bis zur Schlusssirene bleiben. Denn danach zogen die Gastgeber, bei denen Co-Trainer Dirk Maruska für den verhinderten Chefcoach Michael Wolf das Kommando auf Bank hatte, davon.
Zum Volmetaler Spieler des Abends avancierte Michael Romanov, der mit insgesamt neun Treffern Garant für den doppelten Punktgewinn war. Die Galavorstellung des 24-jährigen Rückraumspielers begann in der 24. Minute, als er seinen ersten Treffer zum 11:9 erzielte. Mit weiteren fünf Toren in Folge baute er die Führung binnen fünf Minuten auf 16:11 aus.
Nach der Pause kämpften sich die Gäste wieder auf zwei Tore heran (19:17, 36.), doch Kevin Herzog ließ nichts anbrennen und erhöhte mit zwei Treffern wieder auf 21:17. Als Frederik Kowalski mit zwei verwandelten Siebenmetern den Volmetaler Vorsprung auf 24:19 (43.) ausbaute, waren die Gäste endgültig auf der Siegerstraße. Die letzten 18 Minuten des Spiels endeten 10:10, in die Gefahr, das Spiel zu verlieren, gerieten die Gastgeber nicht mehr.
Gummersbachs Trainer Bathijarevic, der nur neun Feldspieler dabei hatte („davon waren nur sieben richtig einsatzbereit“), kritisierte die Gangart des TuS: „ Das war ein hartes Spiel der Volmetaler.“
Bei den Siegern herrschte dagegen Zufriedenheit. „Es war schön, mal wieder gegen Spieler aus der Gummersbacher Handballakademie zu spielen“, sagte Michael Romanov, der selbst vier Jahre in der Talentschmiede des Bundesligisten verbrachte, nach dem zweiten Volmetaler Sieg in Folge.
Basis in der ersten Halbzeit gelegt
„Nach diesem wichtigen Erfolg können wir in den nächsten Spielen in Krefeld und gegen Dormagen etwas lockerer aufspielen“, blickte Dirk Maruska nach der Schlusssirene nach vorn. „Wenn man mit fünf Treffern Differenz gewinnt, kann man schon zufrieden sein. Die Basis für den Sieg haben wir in der ersten Halbzeit gelegt, das hat letztlich gereicht.“
TuS Volmetal: Treude, Quick; Schlotmann (2), Kowalski (3/3), Warland, Brüggemann, Romanov (9), Dominik Domaschk (4), Dennis Domaschk, Brockhaus (3), Herzog (5), Heidemann (3), Dommermuth (3), Eckervogt (2).
Quelle: Westfalenpost Hagen Lokalsport
